Urlaubsdauer bei kurzfristiger Unterbrechung des Arbeitsverhältnisses

1. Mit Beendigung des Arbeitsverhältnisses entsteht nach § 7 Abs. 4 BUrlG ein Anspruch auf Abgeltung des wegen der Beendigung nicht erfüllten Urlaubsanspruchs.

2. Wird danach ein neues Arbeitsverhältnis mit demselben Arbeitgeber begründet, ist dies i. d. R. urlaubsrechtlich eigenständig zu behandeln.

3. Der volle Urlaubsanspruch wird erst nach (erneuter) Erfüllung der Wartezeit des § 4 BUrlG erworben.

4. Der Teilurlaub berechnet sich grundsätzlich eigenständig für jedes Arbeitsverhältnis.

(Leitsätze des Bearbeiters)

BAG, Urteil vom 20. Oktober 2015 – 9 AZR 224/14

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Bild: Kzenon/stock.adobe.com
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Problempunkt

Der Kläger war bei der beklagten Arbeitgeberin bis zum 30.6.2012 beschäftigt. Für das Arbeitsverhältnis waren 26 Tage jährlicher Erholungsurlaub bei einer Fünf-Tage-Woche vereinbart. Am 21.6.2012 schlossen die Parteien einen neuen Arbeitsvertrag ab Montag, den 2.7.2012. Der Erholungsurlaub war identisch geregelt. Das zweite Arbeitsverhältnis endete am 12.10.2012.

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