Arbeitsvolumen auf niedrigstem Stand seit Wiedervereinigung

Bild: pixabay.com
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Kurzarbeit, Zeitguthabenabbau, Freistellungen und weniger Überstunden haben zwischen April und Juni eine signifikante Reduzierung der Arbeitszeit verursacht, so die aktuelle Meldung des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB). Im 2. Quartal dieses Jahres lag das Arbeitsvolumen somit auf dem niedrigsten Niveau seit der Wiedervereinigung vor 30 Jahren.

Die Zahl der Erwerbstätigen sank im 2. Quartal 2020 gegenüber dem Vorjahresquartal um 1,3 % und lag bei 44,7 Millionen. Gegenüber dem 1. Quartal 2020 ergibt sich saison- und kalenderbereinigt eine Abnahme von 1,4 %.

Die Auswirkungen der wirtschaftlichen Einschränkungen aufgrund der Corona-Pandemie werden besonders deutlich an der Reduzierung des Arbeitsvolumens: Im Vergleich zum 2. Quartal 2019 sank dieses um 10,0 % auf 13,3 Milliarden Stunden. Gegenüber dem 1. Quartal 2020 bedeutet das einen saison- und kalenderbereinigten Rückgang um 8,0 %.

Erste vorläufige Hochrechnungen geben die Zahl der Kurzarbeiter im 2. Quartal 2020 mit rund 5,5 Millionen Personen an – historischer Höchststand! Der Arbeitsausfall je Kurzarbeiter betrug dabei rund 45 %. Die Arbeitszeit ging im Vergleich zum Vorjahr bezogen auf alle Beschäftigten aufgrund der Kurzarbeit um mehr als 19 Stunden zurück.

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Im zweiten Quartal dieses Jahres lag die Arbeitszeit pro Erwerbstätigen bei 316,2 Stunden – ein Anstieg um 6,8 % gegenüber den vergleichbaren Monaten

Die wirtschaftlichen Folgen der Corona-Pandemie lassen sich für das 2. Quartal dieses Jahres an einem durchschnittlichen Rückgang von 2,2 % (Vergleich

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