Corona: Bisher kaum Missbrauchsfälle bei Kurzarbeit

Quelle: pixabay.com
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Etwa 880.000 Unternehmen haben bis Ende Juli Kurzarbeit in Deutschland angezeigt. Von mutmaßlichem Missbrauch des Kurzarbeitergeldes wird lediglich in 900 Fällen ausgegangen, die nach Angaben der Bundesagentur der Arbeit (BA) derzeit untersucht werden.

In einem Interview mit der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" weist der für das operative Geschäft zuständige Vorstand Daniel Terzenbach darauf hin, dass zu Beginn der Corona-Krise kurzfristig eine sehr große Anzahl von Unternehmen Kurzarbeit beantragt habe. Hierauf habe die BA schnell und flexibel reagieren müssen, weshalb die sonst übliche Prüfungsdauer von bis zu drei Wochen deutlich unterschritten wurde. Schließlich sei es um die Existenzsicherung der Betriebe gegangen. Dennoch werde man bei der Schlussabrechnung sehr genau hinschauen. Terzenbach erwartet deshalb einen Anstieg der Verdachtsfälle in Zukunft. Hinweise auf Ungereimtheiten erhalte die BA meist aus der Belegschaft oder von Gewerkschaften. Zudem komme eine Analysesoftware zum Einsatz, die potenzielle Missbrauchsmuster erkenne.

Zudem bereitet sich die BA laut Terzenbach auf eine mögliche Insolvenzwelle im Herbst vor. Es gäbe unterschiedliche Einschätzungen darüber, ob es zu deutlich mehr Insolvenzen kommen werde und bisher seien die Zahlen auch unauffällig. Nichtsdestotrotz wolle man vorbereitet sein und schule bereits jetzt die Mitarbeiter in den Arbeitsagenturen für das Bearbeiten von Anträgen auf Insolvenzgeld.

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