Corporate Social Responsibility als Motivation für Beschäftigte
„Beschäftigte, die ihrem Unternehmen eine hohe Sozialverantwortung bescheinigen, sind leistungsbereiter, zufriedener und gesünder.“ So benennen der AOK-Bundesverband und das Wissenschaftliche Institut der AOK den zentralen Befund ihrer aktuellen Befragung im Rahmen des Fehlzeiten-Reports 2022.
Die Befragung der etwa 2.500 Erwerbstätigen macht deutlich, dass sich die Übernahme sozialer Verantwortung durch ein Unternehmen positiv auf die Beschäftigten und deren Arbeit auswirkt. So wiesen unter denjenigen, die ihrem Arbeitgeber eine hohe Sozialverantwortung bescheinigten, 96,7 % eine hohe Leistungsbereitschaft auf, 95,6 % eine hohe Verbundenheit zum Unternehmen und 96,5 % eine hohe Arbeitszufriedenheit. Unter den Beschäftigten, die ihrem Arbeitgeber eine niedrige Sozialverantwortung bescheinigten, war die Leistungsbereitschaft bei lediglich drei Viertel der Befragten hoch, die Verbundenheit zum Unternehmen bei 60,6 % und die Arbeitszufriedenheit bei 69,6 %.
Auch hinsichtlich der emotionalen Belastung gab es Unterschiede: In der Gruppe, die die Corporate Social Responsibility ihres Unternehmens als hoch einschätzte, empfanden nur 13,9 % häufiger Wut und Verärgerung im Arbeitsleben. In der zweiten Gruppe war es dagegen mehr als die Hälfte. Das gleiche Bild zeigte sich bei den Fehlzeiten: Während die erste Gruppe in den vergangenen zwölf Monaten durchschnittlich 9,7 Tage krankheitsbedingt fehlte, waren es in der zweiten Gruppe 14,2 Tage.
