Diskussion um Vier-Tage-Woche nimmt Fahrt auf

Quelle: pixabay.com
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Nun hat sich auch Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD) in die Diskussion um die Vier-Tage-Woche eingeschaltet. Im Zuge der Corona-Krise müssten der Arbeitsmarkt gestützt und Jobs gerettet werden, deshalb seien nun „pragmatische Ideen“ gefragt. Zeitungen der Funke-Mediengruppe sagte Heil: „Reduzierte Arbeitszeit bei teilweisem Lohnausgleich kann eine geeignete Maßnahme sein, wenn sich die Sozialpartner darauf verständigen.“

Gemeint ist ein Vorstoß der IG Metall von Mitte August, in dem in der Metall- und Elektroindustrie eine Vier-Tage-Woche in der kommenden Tarifrunde angedacht wird. So soll dem Strukturwandel insbesondere in der Automobilindustrie Rechnung getragen werden. Dieser Vorschlag ist im Detail aber umstritten, weil er laut Erstem Vorsitzenden der Gewerkschaft, Jörg Hofmann, „einen gewissen Lohnausgleich“ vorsieht.

Andere Stimmen halten die von der Bundesregierung geplante Verlängerung des Kurzarbeitergeldes für ausreichend. Marcel Fratzscher, Präsident des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) steht dem Vorschlag hingegen offen gegenüber und hält die Vier-Tage-Woche für machbar, sofern auf vollen Lohnausgleich verzichtet wird. Auf Ablehnung stößt der Vorschlag beim CDU-Wirtschaftsrat. Eine Verkürzung der Wochenarbeitszeit mit teilweisem Lohnausgleich für Branchen im Strukturwandel kommt für das Gremium nicht in Betracht. So würden nur die Lohnkosten weiter in die Höhe getrieben.

Welche Möglichkeiten es schon jetzt für Arbeitgeber gibt, für finanzielle Entlastung zu sorgen und im Rahmen der Gehaltszahlungen Kosten einzusparen, lesen Sie in der kommenden Ausgabe der AuA 9/20, S. 540 ff.

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