Grenzpendler immer wichtiger für deutschen Arbeitsmarkt
In Deutschland arbeitende ausländische Beschäftigte, deren Wohnort sich im Ausland befindet, haben für den deutschen Arbeitsmarkt merklich an Bedeutung gewonnen. Laut der vom Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) veröffentlichten Studie, die auf vor der Corona-Krise erhobenen Arbeitsmarktdaten basiert, hat sich die Zahl der in Deutschland arbeitenden Grenzpendler seit 2010 auf mehr als 191.000 Personen fast verdreifacht.
Dieser Zuwachs liegt vor allem an der Einführung der Arbeitnehmerfreizügigkeit für Arbeitskräfte aus den osteuropäischen EU-Beitrittsstaaten. Die Zahl der Grenzpendler ist dabei nicht nur in den Grenzregionen Deutschlands gestiegen, sondern auch in Kreisen, die im Landesinneren liegen.
In den meisten Bundesländern bilden Grenzpendler aus Polen (rund 69.000) die größte Gruppe, gefolgt von Frankreich (36.000) und Tschechien (34.000). Auch die Zahl der nicht aus angrenzenden Ländern wie Rumänien (ca. 9.000) pendelnden Beschäftigten hat deutlich zugenommen.
In der IAB-Studie werden alle Personen als Grenzpendler bezeichnet, die in Deutschland einer sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung nachgehen und deren beim Arbeitgeber gemeldeter Wohnort im Ausland liegt. Möglich ist, dass ein Grenzpendler einen Zweitwohnsitz am Arbeitsort hat, der in den verwendeten Sozialversicherungsdaten nicht enthalten ist.
