Inklusion bindet Mitarbeiter

Bild: AdobeStock/master1305
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Seit einigen Jahren ist auf dem Arbeitsmarkt der Wandel hin zu mehr Inklusion zu beobachten – könnte man meinen. Die Kincentric Inclusive Culture Study 2023 kommt nun zu dem Ergebnis, dass sich die Umsetzung in der Praxis oftmals schwierig gestaltet.

Fast drei Viertel der Befragten haben in den vergangenen zwölf Monaten Ausgrenzung erlebt. Knapp zwei Drittel haben dies zumindest bei anderen mitbekommen. 40 % sind der Auffassung, dass ihr Arbeitsumfeld Inklusion eher blockiert als vorantreibt.

Die eigene Unternehmenskultur sieht nur ein Drittel als inklusiv. Dabei wäre die Schaffung einer solchen Kultur zentrale Aufgabe der Führungskräfte. Einer der Gründe, warum diese die Umsetzung nicht oder nicht konsequent verfolgen, könnten ihre eigenen Erfahrungen sein: Während nur etwas mehr als ein Viertel der Mitarbeiter das Gefühl habe, ihre Leistung werde wertgeschätzt, sind es bei den Führungskräften auf Senior-Level 62 %.

„In Zeiten des Fachkräftemangels suchen Unternehmen aller Branchen händeringend um Mitarbeitende – die Etablierung eines inklusiven Arbeitsumfeldes kann dabei ein wichtiger Schritt sein. Die Studie zeigt, dass Mitarbeitende beinahe doppelt so häufig im Unternehmen bleiben, wenn sie das Gefühl haben, dass eine Kultur der Inklusion und Wertschätzung gelebt wird“, sagt Dr. Stefan Mauersberger, Partner und Regionalchef für Zentral-, Süd- und Osteuropa bei Kincentric.

Lesen Sie zu diesem Thema folgenden Artikel aus AuA 6/23:

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