Lohnlücke durch unterschiedliche Persönlichkeit?

Bild: pixabay.com
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Die weiterhin bestehenden Gehaltsunterschiede von etwa 20 % zwischen männlichen und weiblichen Beschäftigten sind immer wieder Gegenstand von Forschung und Diskussionen. Die Ursachen sind vielschichtig, jedoch nicht abschließend geklärt.

Frauen leisten mehr Care-Arbeit
Ein bekannter Grund ist die Tatsache, dass Frauen mehr (unbezahlte) Care-Arbeit leisten, was viele Personalverantwortliche veranlasst, Frauen weniger für häufig besser vergütete Stellen mit höherer Verantwortung zu berücksichtigen. Außerdem ist ihnen in diesen Zeiten ein berufliches Fortkommen kaum möglich.

Zudem sind die Wahl des Berufes und weitere berufliche Entscheidungen von Bedeutung. In tendenziell schlechter bezahlten Jobs finden sich mehr Frauen, in besser bezahlten mehr Männer. Jedoch besteht selbst in genau demselben Beruf mit derselben Qualifikation und Erfahrung sowie gleicher Leistung noch immer eine Lohnlücke von ca. 10 %.

Stereotype beeinflussen das Einkommen
Neue Untersuchungen sehen auch Unterschiede hinsichtlich als typisch männlich und als typisch weiblich eingestufter Charaktereigenschaften verantwortlich. So werden Männer mit Persönlichkeitsmerkmalen, die maskulinen Stereotypen entsprechen, allgemein als positiv wahrgenommen, während dieselbe Eigenschaft bei Frauen als negativ bewertet wird. Ein Zusammenhang zwischen Einkommen und Persönlichkeit, ist zumindest in Bezug auf bestimmte Eigenschaften belegt. Insbesondere Merkmale wie Risiko- und Konfliktbereitschaft werden eher Männern zugeschrieben und sind diesen in der Arbeitswelt von Nutzen, wohingegen sie Frauen schaden können.

Eine mögliche Lösung könnte das Stärken bestimmter Charakteristika bereits in der Schule sein. Auf diesem Weg würden besonders Mädchen frühzeitig eine entsprechende Förderung erfahren.

 

 

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