Positive Arbeitsmarktprognose für das Jahr 2022

Bild: pixabay.com
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Die Auswirkungen der Corona-Pandemie auf den deutschen Arbeitsmarkt halten noch immer an. Ein Kurzbericht des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) prognostiziert nun eine Entspannung der Lage in allen Teilen Deutschlands. Das IAB erwartet für das Jahr 2022, dass sich die regionalen Arbeitsmärkte erholen und vom konjunkturellen Aufschwung profitieren. Es zeigt sich im Durchschnitt das Bild steigender Beschäftigung und sinkender Arbeitslosigkeit. Das IAB rechnet damit, dass die zur Verfügung gestellten staatlichen Instrumente eine Rückkehr zum Vorkrisenniveau bewirken.

Seit Beginn der Pandemie war der Arbeitsmarkt in Deutschland geprägt von weniger Neueinstellungen, die zum ersten Mal seit mehreren Jahren einen Anstieg der Arbeitslosenquote mit sich brachten. Für das kommende Jahr ist laut IAB mit einer wachsenden Beschäftigungsquote um 1,6 % zu rechnen. Strukturelle Unterschiede führen dazu, dass die regionalen von den gesamtdeutschen Prognosen abweichen. So sorgen unter anderem die bestehende Wirtschaftsstruktur und Demografie in Westdeutschland für einen Zuwachs um 1,7 % gegenüber dem Vorjahr, in Ostdeutschland um 1,2 %. Den höchsten Wert verzeichnet mit 2,4 % Berlin, den niedrigsten Thüringen mit 0,4 %.

Auch hinsichtlich der Arbeitslosigkeit bestehen Unterschiede. Diese geht im Osten um 12,1 %, im Westen um 10,8 % zurück. Insbesondere die SGB III-Arbeitslosigkeit, welche sich dadurch auszeichnet, dass die Betroffenen ihre Beschäftigung erst kürzlich verloren haben, nimmt ab. Die erwartete Arbeitslosenquote liegt mit 6,9 % im Osten über dem Wert für West- (5,2 %) und Gesamtdeutschland (5,5 %).

Die Prognose geht davon aus, dass Westdeutschland hinsichtlich der Beschäftigungsquote das Vorkrisenniveau erreicht. In Ostdeutschland trifft dies dagegen auf die Arbeitslosenquote zu. Eine mögliche Erklärung ist die im Westen schneller wachsende Beschäftigung sowie die in der Demografie bedingte Abnahme der Anzahl erwerbsfähiger Personen im Osten. Für die tatsächliche Entwicklung kommt es zudem darauf an, welche Eindämmungsmaßnahmen zukünftig zu treffen sind.

Lesen Sie zu diesem Thema folgenden Artikel aus AuA 11/21:

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