Steigende Zahlen: Warum bleiben viele Lehrstellen unbesetzt?

Quelle: pixabay.com
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Bewerber um einen Ausbildungsplatz und Betriebe finden immer schwerer zueinander. Im Jahr 2009 konnten noch rund 17.000 Ausbildungsplätze nicht besetzt werden – bei 93.000 unvermittelten Bewerbern. Im vergangenen Jahr stieg die Zahl der unbesetzten Ausbildungsplätze dann auf 58.000. Gleichzeitig suchten mit 78.000 Bewerbern etwas weniger Jugendliche einen geeigneten Ausbildungsplatz. Das sind die zentralen Ergebnisse des Ländermonitors berufliche Bildung 2019. Es handelt sich um ein Projekt des Soziologischen Forschungsinstituts Göttingen (SOFI) zusammen mit der Abteilung für Wirtschaftspädagogik und Personalentwicklung der Universität Göttingen. Es wird von der Bertelsmann Stiftung gefördert.

Rechnerisch hat sich für angehende Azubis die Situation weiter verbessert. So standen 2018 bundesweit je 100 Bewerbern knapp 97 Ausbildungsplätze zur Verfügung. Die Werte in den vergangenen Jahren lagen darunter: 2016 waren es 94 und 2007 nur 85. Im vergangenen Jahr stieg zudem die Zahl der Ausbildungsstellen und die der Ausbildungsanfänger verglichen mit 2017.
Regional gibt es naturgemäß große Unterschiede in Sachen Ausbildungschancen für junge Menschen: So stehen in Bayern 100 Bewerbern 110 Ausbildungsplätze zu Verfügung, in Thüringen noch 105 und in Berlin sind es magere 86.

Der größte Knackpunkt bei der Besetzung der Stellen ist das sog. Passungsproblem. Wie kann es sein, dass es gleichzeitig unbesetzte Ausbildungsstellen und unversorgte Bewerber gibt? Einerseits halten Betriebe interessierte Jugendliche für fachlich nicht geeignet und lehnen sie deshalb ab. Andererseits fehlt es vielen Betrieben an Attraktivität, sodass sich kaum jemand bewirbt. Zudem finden Kandidaten und Unternehmen oft wegen fehlender Mobilität der Jugendlichen nicht zueinander.

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