Weiterbeschäftigung im Rentenalter

Bild: pixabay.com
Bild: pixabay.com

Das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung analysiert in seinem IAB-Kurzbericht die Zusammenhänge zwischen dem Erreichen des Rentenalters und einer Erwerbsbeschäftigung.

Aus dem Geburtsjahrgang 1950 gingen demnach etwa 170.000 Personen sechs Monate nach Erreichen des Regelrentenalters 65 plus, also dem je nach Geburtsjahr geltenden gesetzlichen Renteneintrittsalter, einer abhängigen Beschäftigung nach. Dabei arbeiten besser ausgebildete Beschäftigte häufiger als geringqualifizierte im Rentenalter weiter – öfter auch für denselben Arbeitgeber.

Gründe hierfür seien u. a. der Fachkräftemangel sowie die steuerlichen und rentenrechtlichen Vorteile von bereits in der Vorruhestandsphase vereinbarten Minijobs im Zusammenhang mit einer Altersrente.

Zwischen Frauen und Männern sowie Ost und West gibt es kaum quantitative Unterschiede bei der Erwerbsbeteiligung nach der Altersgrenze. Auch die Branche, in der vor Erreichen des Rentenalters gearbeitet wurde, hat kaum einen Einfluss auf die Erwerbsbeteiligung 65 plus. Allerdings ist in einigen Branchen ein Wechsel in einen anderen Betrieb deutlich wahrscheinlicher als in anderen. Dies ist etwa in der öffentlichen Verwaltung oder in der Finanz- und Versicherungsbranche der Fall. Relevant ist das auch insofern, weil diejenigen, die nach dem 58. Lebensjahr noch einmal den Betrieb wechseln, durchschnittlich eine ungünstigere Lohnentwicklung im Vergleich zu Personen ohne Betriebswechsel haben.

Kein Papier mehr? Dann ist AuA-Digital genau das Richtige für Sie. Einfach 60 Tage kostenlos testen. Nutzen Sie die papierlose Abrufbarkeit von tausenden Fachinformationen und Entscheidungs-Kommentaren.

Printer Friendly, PDF & Email

Laut einer Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) kommt die Integration Geflüchteter in den hiesigen Arbeitsmarkt in den

Jeder zweite Deutsche ist mit seiner derzeitigen Situation am Arbeitsplatz unzufrieden. Zudem sorgen sich rund 70 % der befragten Berufstätigen darum

Der starke Einfluss des demografischen Wandels auf den Arbeitsmarkt in Deutschland ist längst bekannt. Eine neue Studie des Instituts der deutschen

Fehlendes Material, hohe Energie- und Produktionskosten, erneut steigende Infektionszahlen – Das Coronavirus hat die Wirtschaft noch immer fest im

Der Anteil der rentenberechtigten Mitarbeiter, die Unternehmen halten wollen, ist zwischen 2015 und 2018 von 26 % auf 58 % gestiegen. Dies zeigt eine

Den Arbeitsvertragsparteien steht es frei, im Falle der vereinbarten Beendigung des Arbeitsvertragsverhältnisses bei Erreichen der Regelaltersgrenze