Beruf und Familie als strategisches HR-Handlungsfeld

© PIXELIO/Rainer Sturm
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Zuhause brüllt der Nachwuchs, im Büro schreit der Chef – optimale Bedingungen für Höchstleistungen im Job sehen anders aus. Das haben auch die Unternehmen erkannt. Allein bei der Abhilfe hapert es. Der Engpass an Kinderbetreuungsplätzen wird „für die Betriebe zum immer größeren Ärgernis“, kritisiert DIHK-Präsident Hans Heinrich Driftmann.

Also sehen sich die Arbeitgeber genötigt, selbst tätig zu werden, wie die Online-Umfrage „Vom 'Gedöns' zum Schlüssel gegen den Fachkräftemangel“ des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK) ergab. „Jedes dritte Unternehmen mit mehr als 20 Beschäftigten engagiert sich bereits selbst oder plant dies für die Zukunft – durch Plätze in einer Betriebskita oder Belegplätze in einer Kita“, berichtete Driftmann der Tageszeitung „Die Welt“.

Allerdings machen noch immer viel zu viele bürokratische Hürden den Unternehmen das Leben schwer beim Versuch, betriebliche Kindertagesstätten einzurichten. Hier ist die Politik gefordert. Doch nicht nur hier: „Das alles ändert aber nichts an der Tatsache, dass die Unternehmen nicht Ausputzer für Bund, Länder und Kommunen sind“, mahnte der DIHK-Präsident.

Trotzdem zeigt die Umfrage, dass sich die Vereinbarkeit von Beruf und Familie mittlerweile zu einem strategischen Handlungsfeld für Betriebe entwickelt hat. So bieten fast alle Unternehmen flexible und familienfreundliche Arbeitszeitmodelle an oder wollen dies in Zukunft tun. Dabei hat man aber nicht nur Mitarbeiter mit kleinen Kindern im Visier, sondern mehr und mehr auch Beschäftigte, die Angehörige pflegen. Bereits jedes zweite Unternehmen bietet hier Unterstützung an. Fast jedes dritte plant, Familienpflegezeit einzuführen.

 

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