Deutschland hat den beliebtesten Arbeitgeber gefunden

© PIXELIO/Rita Thielen
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Alle wollen zu Google – na ja, vielleicht nicht alle, doch zumindest die deutschen Berufsanfänger haben den amerikanischen Suchmaschinenriesen auf Platz eins der attraktivsten Arbeitgeber gewählt.

 

Das zeigt das diesjährige „Young Professional Barometer“ des trendence Instituts. Befragt worden seien 3.900 junge Leute mit bis zu acht Jahren Berufserfahrung nach ihren Wunscharbeitgebern und Karriereplänen. Dabei hätten 10,6 % für Google als attraktivsten Arbeitgeber votiert. Aber auch die deutschen Arbeitgeber seien gut weggekommen: Platz zwei gehe an BMW (9,2 %) und Platz drei teilten sich die Max-Planck-Gesellschaft und Siemens (je 7,2 %). Unter die Top-Ten geschafft hätten es außerdem Audi (Platz 6), Bosch (Platz 8) und Lufthansa (Platz 10).

 

 Doch auch auf den weiteren Plätzen bestehe Grund zur Freude. So sei Porsche von Rang 16 auf 12 aufgestiegen, BASF von 21 auf 17, Bayer von 20 auf 19, Daimler Benz von 25 auf 22 und Volkswagen von 38 auf 25. Die Gründe dafür macht trendence Geschäftsführer Holger Koch im gestiegenen Sicherheitsbewusstsein aus: „Gerade in unsicheren Zeiten gewinnen Kriterien, wie eine sichere Anstellung und eine solide Bezahlung, für viele Berufseinsteiger an Bedeutung“.

 

Eine herbe Niederlage musste das Auswärtige Amt einstecken. Beim Vorjahressieger habe es diesmal nur für den siebten Platz gereicht. Ungeachtet dessen erfreue sich der öffentliche Dienst weiter großer Beliebtheit. Unter den ersten zwanzig fänden sich die GIZ (Platz 12), die Fraunhofer-Gesellschaft (Platz 14), die Helmholtz-Gemeinschaft (Platz 15) und das EU-Parlament (Platz 20).

Düster sehe es dagegen für die Energiekonzerne aus. Nach Fukushima und Atomausstieg halte sich die Begeisterung für E.on (von Platz 23 auf 38), RWE (von 38 auf 55) und EnBW (von 72 auf 88) in argen Grenzen. Die Zeichen stehen eher auf grün: Solarworld habe es aus dem Stand auf Rang 45 geschafft.

 

Erstmals seien die Berufsanfänger auch nach ihrem Burnout-Risiko befragt worden. Etwa 42 % hätten sich selbst eine erhöhte Gefahr attestiert. Die Gründe sähen sie in einer zu große Arbeitsbelastung sowie einer hohen Erwartungshaltung an sich selbst. Um dem entgegenzuwirken, achteten immer mehr von ihnen auf eine ausgeglichene Work-Life-Balance: „Der Wunsch nach einem besseren Verhältnis von Leben und Arbeiten ist in den letzten Jahren gestiegen“, bemerkte Koch. Weitere Kriterien für die Arbeitgeberauswahl seien darüber hinaus attraktive Aufgaben, Wertschätzung, Kollegialität, persönliche Entwicklung und Weiterbildung.

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