Deutschland hat sechsthöchste Arbeitskosten weltweit

© PIXELIO/Gerd Altmann
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Westdeutschlands Industrie war im Jahr 2010 mit Arbeitskosten von 36,28 Euro je Stunde der sechstteuerster Standort der Welt. Das teilt das Institut der deutschen Wirtschaft (IW) Köln mit. Damit sei die westdeutsche Industrie um 25 % teurer gewesen als der Durchschnitt der etablierten ausländischen Konkurrenz – ohne die neuen EU-Mitglieder und Exportweltmeister China. Das Reich der Mitte komme lediglich auf Kosten von 2,69 Euro für Stundenlöhne und Personalzusatzkosten pro Arbeitsstunde. Die griechische Industrie liege auf Platz 20 der Weltrangliste mit 16,57 Euro. Hier sieht das IW Köln Chancen für die erforderliche Sanierung der griechischen Wirtschaft, sofern die Regierung die nötigen Strukturreformen konsequent umsetzt.

 

Berücksichtig man bei der Berechnung der Arbeitskosten auch noch Vorleistungen von Fremdunternehmen, mache dies Deutschland zum fünftteuersten Standort der EU. Zwar seien diese hierzulande günstig zu haben, jedoch kaufe die Industrie nur ein Viertel des Arbeitsvolumens zu, etwa bei Speditionen. Außerdem böten die Fremdunternehmen ihre Vorleistungen gerade einmal 20 % günstiger an als das Verarbeitende Gewerbe selbst. Daher drücke der Vorleistungsverbund die deutschen Arbeitskosten insgesamt nur um 5 %. Und schließlich lagere die Industrie in anderen Ländern bestimmte Arbeitsschritte ebenfalls aus, um Kosten zu sparen.

 

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Die Bundesrepublik gehört zu den teuersten Industrie-Standorten der Welt. Eine aktuelle Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln (IW)

Mit Arbeitskosten i. H. v. 39,97 Euro pro Stunde war Westdeutschland 2014 der sechstteuerste Industriestandort weltweit. Nur in Norwegen, der Schweiz,

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