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Erfolgsgarantie: Frau im Vorstand

Neue Frauen braucht das Land - bzw. der Vorstand? Immer her damit, denn: Eine neue Studie des Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsunternehmens Ernst & Young unter den 300 größten börsennotierten Unternehmen Europas ergab, dass Firmen, in denen auch Frauen in den Vorständen vertreten sind, wesentlich erfolgreicher wirtschaften.

Unternehmen mit einem gemischten Vorstandsteam hätten sich demzufolge zwischen 2005 und 2010 vor allem in den Bereichen Umsatz und Gewinn sehr viel besser entwickelt, als reine „Männerfirmen“. Sogar wenn eine Frau erst 2010 dazu gekommen sei, habe sich das betreffende Unternehmen noch besser bzgl. des Gewinnvolumens entwickelt. Im Hinblick auf Börsenwert und Beschäftigung habe es zwar in diesen Firmen eine unterdurchschnittliche Entwicklung gegeben, was jedoch auch der Sonderkonjunktur in der Energie- und Rohstoffbranche geschuldet sei.

In vier von zehn Unternehmen in Europa (42 %) sei mittlerweile mindestens eine Frau im Vorstand. 2005 habe dieser Anteil noch bei lediglich 27 % gelegen. Weibliche Vorstandsmitglieder seien meist für Personal oder Marketing zuständig. Eine Frau an der Vorstandsspitze bleibe jedoch die absolute Ausnahme. Laut Studie ist der Anteil der weiblichen Vorstandsvorsitzenden zwischen 2005 und 2010 lediglich von 5 auf 8 % gestiegen. Besonders auffällig: Nur 2 % der deutschen Unternehmen habe eine weibliche Vorstandsvorsitzende –dieser Wert stellt das europäische Schlusslicht dar. Am geringsten sei diese Quote in Energie- und Rohstoffunternehmen. In Nordeuropa (Irland: 28 %, Schweden: 15 % und Finnland: 12 %) sei man hingegen schon fortschrittlicher bei weiblichen Vorstandsvorsitzenden.
 

Redaktion (allg.)