Fachkräftesicherung: Potenzial der Mütter

© Helene Souza/
pixelio.de
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Die Erkenntnis ist nicht neu, kann aber in Zeiten des Fachkräftemangels nicht oft genug wiederholt werden: Gäbe es eine flächendeckende Ganztagsbetreuung für Kinder, ließe sich die Erwerbstätigenquote bei Müttern deutlich steigern.

Welche Effekte genau dies auf die Beschäftigung hätte, haben Forscher des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln (IW) in einem Modell berechnet. Danach könnten 56.000 Mütter mit Hochschulabschluss und 188.000 mit Berufsabschluss eine Vollzeitstelle annehmen. Das käme u. a. den Erziehungs-, Wirtschafts- und Sozialwissenschaften sowie der Gesundheitsbranche zugute.

Auch die Kinder würden laut Studie keinen Schaden nehmen. Sie erreichen durch eine umfassende Betreuungsinfrastruktur und eine bessere frühkindliche Bildung i. d. R. höhere Kompetenzen und Abschlüsse – positive Auswirkungen auf das langfristige Qualifikationsniveau der Volkswirtschaft inklusive.

Die IW-Forscher haben zudem ermittelt, welche Anreize von den rund 200 Milliarden Euro ausgehen, mit denen der Staat jährlich Ehe und Familie fördert. Dabei hat sich herausgestellt, dass gerade einmal knapp 12 % (23 Milliarden Euro) des Etats effektiv dem Fachkräftemangel entgegenwirken. Dazu gehören u. a. Elterngeld, BAföG und Kindertagesbetreuung. Fast 37 % (rund 74 Milliarden Euro) begünstigen dagegen vor allem Familien mit dem Einzelverdiener-Modell. Zu nennen sind hier bspw. das Ehegattensplitting und die beitragsfreie Mitversicherung für Ehegatten in der Sozialversicherung.

 

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