Frauen an die Macht – aber nicht über Quote

© PIXELIO/Gerd Altmann
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Wunderwaffe Frauenquote? Ach was, daran glauben ja noch nicht einmal die Frauen selbst.

Das hat eine aktuelle Befragung der Personalberatung Rochus Mummert unter 119 Frauen im mittleren Management zu Tage befördert. So seien 67 % überzeugt, eine gesetzliche Frauenquote für Vorstände und Aufsichtsräte börsennotierter Unternehmen hätte keinerlei Auswirkungen auf ihre berufliche Situation. Für die Hälfte der befragten Damen gehe die derzeitige Diskussion zudem am Kern des eigentlichen Problems vorbei. „Die deutliche Mehrzahl der Frauen im mittleren Management braucht keine ideologischen Hoffnungswerte auf mögliche Abstrahleffekte in der Zukunft, sondern konkrete Lösungen, um Karriere und Familie hier und jetzt besser miteinander vereinbaren zu können“, bringt es Studienleiter Bernhard Walter auf den Punkt. Allein bei den ganz jungen Managerinnen zwischen 20 und 29 Jahren hege jede zweite die Erwartung, eine gesetzliche Quote könne ihre Karriere vielleicht doch beflügeln. „Diese Hoffnungen auf einen Wandel in der Berufswelt sind sicherlich nicht aus der Luft gegriffen, aber bis bspw. Führungspositionen in Teilzeit in den Unternehmen eine Selbstverständlichkeit sind, dürften noch mindestens fünf bis zehn Jahre vergehen. Die erfahreneren Managerinnen sehen das also durchaus etwas realistischer“, dämpft Walter die Euphorie.

 

Außerdem mache allein eine gesetzliche Frauenquote für börsennotierte Unternehmen noch keine einzige Frau zur Topmanagerin. „Schon heute erleben wir bei unseren Mandanten, dass es häufig nicht am Willen der Unternehmen mangelt, sondern an den geeigneten Kandidatinnen“, so Walter. „Um hier den dringend benötigten Unterbau an Managerinnen zu schaffen, führt für Politik und Wirtschaft kein Weg daran vorbei, vor allem die Rahmenbedingungen für Frauen im mittleren Management zu verbessern.“

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Seien Sie dabei, wenn es heißt: „Frauenquote: Den Fluch als Chance begreifen“.

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