Frauen sind Teamarbeiter – Männer Einzelkämpfer

© PIXELIO/Gerd Altmann
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Frauen arbeiten lieber im Team – Männer sind Einzelkämpfer. Was manche vielleicht schon lange wussten, lässt sich jetzt auch wissenschaftlich belegen.  Laut eines Verhaltensexperiments, dessen Ergebnis das Bonner Institut zur Zukunft der Arbeit (IZA) veröffentlicht hat, bevorzugen Frauen im Job deutlich eher Aufgaben, bei denen sie mit anderen kooperieren müssen. Ihre männlichen Kollegen agierten dagegen lieber als „Einzelkämpfer“. Erst handfeste finanzielle Vorteile könnten das männliche Geschlecht dazu bringen, sich freiwillig in ein Team zu integrieren.

Um das herauszufinden, ließen Verhaltensökonomen an der Universität Lyon 174 männliche und weibliche Probanden verschiedene Aufgaben lösen – gegen Geld. Die Teilnehmer durften sich aussuchen, ob sie nach Einzel- oder Teamleistung bezahlt werden wollen. Daraufhin hätten sich gerade die leistungsfähigen Männer entschieden, nur für ihre eigene Arbeit den Lohn zu kassieren. Dagegen seien die Frauen – unabhängig von ihrem Leistungsniveau – bevorzugt auf die Teamvariante eingegangen. Erst wenn der Stücklohn, den man im Team erreichen konnte, geringfügig höher war als der Einzellohn, hätten auch die Männer auf die Teamarbeit umgeschwenkt.

 

Da stellt sich die Frage nach dem Warum? Laut den Forschern gibt es drei Gründe: Frauen schätzten die Leistung ihrer Kollegen deutlich positiver ein als Männer. Sie legten außerdem mehr Wert auf die sozialen Aspekte des Arbeitens, etwa einen gemeinsam erwirtschafteten Gewinn fair zu teilen. Männer könne man dagegen eher mit materiellen Reizen locken. „Um das weibliche Erwerbspotenzial besser ausschöpfen zu können, ist es wichtig zu erforschen, welche Arbeitsformen und Lohnmechanismen für Frauen besonders attraktiv sind“, erläuterten die Autoren der Studie. Doch führe das zugleich in das nächste personalpolitische Dilemma: „Wenn der Arbeitgeber ein kooperatives Arbeitsumfeld mit teambasierter Entlohnung schafft, könnte das auf männliche Leistungsträger eher abschreckend wirken“, so die Forscher. Eine Lösung für dieses Problem hatten sie leider nicht anzubieten.

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