Donnerstag, 28. März 2019

Girls’Day und Boys’Day: Wo Mädchen und Jungen gebraucht werden

Quelle: kompetenzz.de

Heute ist Girls’Day und Boys’Day. Die Aktion wird gefördert vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend sowie vom Bundesministerium für Bildung und Forschung.

Projektziel ist die Erweiterung des Berufswahlspektrums von Schülern. Viele treffen ihre Berufswahl abhängig vom Geschlecht, geprägt von gesellschaftlichen Vorbildern. Der Girls’Day und Boys’Day bietet ihnen erste Einblicke in ihnen bislang unbekannte Arbeitswelten und ermöglicht niedrigschwellige, direkte Kontakte zu Unternehmen und Betrieben, den Austausch mit Menschen, die bereits in den Berufen arbeiten, und eigene praktische Erfahrung.

Das Statistische Bundesamt (Destatis) hat anlässlich des Boys'Day und Girls'Day neue Zahlen zur Verteilung von Jungen und Mädchen auf dem Ausbildungsmarkt herausgebracht. Laut Destatis lag der Anteil männlicher Auszubildender in Pflegeberufen im Ausbildungsjahr 2017/2018 bei 22 %. Dagegen betrug der Anteil weiblicher Auszubildender in Ausbildungsberufen des Bereichs "Naturwissenschaft, Geografie und Informatik" 17 %. In einer schulischen Ausbildung zum Gesundheits- und Krankenpfleger befanden sich im Ausbildungsjahr 2017/2018 insgesamt 14.500 Männer (Männeranteil 19 %). Bei der schulischen Ausbildung zum Altenpfleger waren es 19.200 Männer (Männeranteil: 25 %).

In naturwissenschaftlich und technisch ausgerichteten Ausbildungsberufen zeigt sich ein etwas anderes Bild: Insgesamt befanden sich im Jahr 2017 etwa 4.360 Frauen in einer Ausbildung im Bereich Chemie (Frauenanteil: 32 %, zum Beispiel Ausbildung zur Chemikantin oder zur Chemielaborantin) und 1.500 Frauen in einer Ausbildung im Bereich Informatik (Frauenanteil: 7 %, z. B. Ausbildung zur Fachinformatikerin Systemintegration oder zur Informatikkauffrau).

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