Mehr Schutz vor sexueller Belästigung im Job

(c) Klicker / pixelio.de
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Über die Hälfte der Beschäftigten in Deutschland hat sexuelle Belästigung am Arbeitsplatz schon einmal erlebt oder beobachtet. Dieses Ergebnis resultiert aus einer Umfrage über sexuelle Belästigung am Arbeitsplatz, die die Leiterin der Antidiskriminierungsstelle des Bundes (ADS), Christine Lüders, vorstellte.

Die Antidiskriminierungsstelle gab im Zuge dessen in Berlin den Startschuss zum diesjährigen Themenjahr unter dem Motto „Gleiches Recht. Jedes Geschlecht.“. Dabei geht es um die verschiedenen Aspekte von Geschlechterdiskriminierung und wie Arbeitnehmer und Arbeitgeber Vorurteile und Benachteiligungen verhindern können.
Meist sind Frauen von Diskriminierungen betroffen, aber auch trans- sowie intergeschlechtliche Personen und Männer bleiben nicht immer verschont. Bereiche der Geschlechterdiskriminierung sind Lohnungleichheit, sexuelle Belästigung, Frauen in unteren Lohngruppen, die Rechte trans- und intergeschlechtlicher Menschen sowie Diskriminierungsrisiken bei Männern. 81 % wissen laut Studie nicht, dass Arbeitgeber sie vor sexueller Belästigung auf der Arbeit schützen müssen: Unternehmen müssen Hilfe anbieten, die Betroffene annehmen sollten.

Eine Expertenkommission erarbeitet bis zum Jahresende Empfehlungen für Politik und Gesellschaft und beschäftigt sich mit den Themen sexuelle Belästigung im Job, den Informationsangeboten von Arbeitgebern und der Diskriminierung trans- und intersexueller Menschen auf dem Arbeitsmarkt.

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