MINT-Fachkräftelücke sprunghaft gestiegen

© PIXELIO/Gerd Altmann
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Keine frohe Botschaft in der Vorweihnachtszeit: Die MINT-Fachkräftelücke hat sich seit Jahresbeginn um 73 % vergrößert. So steht es im MINT-Report 2011, den das Institut der deutschen Wirtschaft Köln (IW) alle halbe Jahre im Auftrag von BDA, BDI, Gesamtmetall und der Initiative „MINT Zukunft schaffen“ erstellt. Danach habe beim Bedarf an Fachkräften in den Bereichen Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik – kurz MINT – im Oktober eine Lücke von rund 167.000 Personen geklafft. Besonders hart treffe es bereits heute die kleinen und mittleren Unternehmen. „Sie haben es viel schwerer, müssen ihre besonderen Stärken herausstellen und brauchen gezielte Unterstützung“, wie Gabriele Sons, Hauptgeschäftsführerin von Gesamtmetall, betont. Wichtig sei aber auch, ältere Mitarbeiter nicht vorschnell auf’s Abstellgleis zu verbannen. Ohne sie gebe es keine Chance, den Bedarf an MINT-Kräften künftig zu decken, so Sons.

 

Doch auch mehr MINT-Absolventen brauche das Land. Derzeit liege die Abbruchquote bei 27 %. Schuld seien schlechte Studienbedingungen. Thomas Sattelberger, Vorstandsvorsitzender der Initiative „MINT Zukunft schaffen“, erklärte daher: „Ich appelliere an die Länder, mehr in die Hochschulen zu investieren. Die deutsche Wirtschaft engagiert sich stark: Sie finanziert mit jährlich mehr als 100 Millionen Euro bessere MINT-Bildung an Kindergärten, Schulen und Hochschulen sowie die Aufklärung über die Chancen einer MINT-Bildung.“ Darüber hinaus warten auf diejenigen, die den Abschluss in der Tasche haben, laut IW-Direktor Prof. Dr. Michael Hüther, traumhafte Karriereaussichten: „Der durchschnittliche MINT-Akademiker lebt in einem Haushalt der oberen Einkommensschicht. Knapp 42 % der MINT-Akademiker haben eine leitende Position inne. Rund 40 % der DAX-110-Vorstandsvorsitzenden haben einen naturwissenschaftlich-technischen Hochschulabschluss. Am Hochtechnologiestandort Deutschland gilt zunehmend die Formel Management gleich MINT.“

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