MINT-Fächer bei Jugendlichen unbeliebt

Quelle: pixabay.com
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Nachwuchs für die MINT-Fächer (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften, Technik) dürfte schwer zu finden sein. Laut einer aktuellen Studie wünschen sich junge Leute mehr Beratung und Information zu MINT-Berufen. Die Wirtschafts- und Beratungsgesellschaft PwC befragte in einer repräsentativen Studie 2.000 Schüler und Studierende deutscher (Hoch-)Schulen nach ihrer Meinung zu MINT-Fächern. Brisant sind die Ergebnisse insbesondere im Hinblick auf den Fachkräftemangel. Laut einer Studie des Institutes der deutschen Wirtschaft Köln waren Ende 2017 noch knapp 470.000 Stellen in MINT-Berufen zu besetzen.

Die Mehrheit der jungen Menschen, also je 61 % der Schüler und Studierenden, wünscht sich mehr Beratung und Information zu MINT-Berufen. Allerdings gaben auch 76 % der Studierenden und 75 % der Schüler als Hauptgrund gegen eine MINT-Karriere einen Mangel an persönlichem Interesse an. Die Schwierigkeit der Ausbildung ist für 37 % der Studierenden und knapp ein Viertel der Schüler ausschlaggebend für eine Entscheidung gegen einen entsprechenden Beruf. 22 % der Studierenden und 21 % der Schüler gaben an, dass ihnen die Kreativität in diesen Fächern fehlen würde.

Die Studie zeigt, dass vielen jungen Menschen die wachsende Bedeutung und Kreativität im Zusammenhang mit neuen, zukunftsträchtigen Technologien (z.B. Künstliche Intelligenz, Drohnen, Roboter oder Virtual Reality) von MINT-Berufen nicht bewusst ist. Auffällig ist leider auch, dass MINT-Studienfächer insbesondere bei Frauen deutlich unterrepräsentiert sind. So belegt nur jede vierte Studentin ein Fach in diesem Bereich. Zurückführen lässt sich diese Zahl u. a. auf einen Mangel vor allem an weiblichen Vorbildern aus der Technologie-Branche.

Um Nachwuchs für MINT-Berufe zu begeistern, ist eine möglichst frühe und viel offensivere Bewerbung an Schulen und Universitäten nötig. Immerhin glaubt mehr als ein Drittel der Befragten, dass Schüler und Studierende, die bisher nicht mit einem MINT-Beruf liebäugeln würden, eher eine Karriere in diesem Beruf in Erwägung ziehen, wenn sie mehr darüber wüssten. Eine verstärkte Kooperation von Schulen, Hochschulen und Unternehmen der Technologiebranche könnte Talente frühzeitig entdecken und fördern.

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