MINT-Lücke hat sich stark vergrößert

© PIXELIO/Erich Westendarp
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Mehr denn je dringend gesucht: MINT-Fachkräfte – denn innerhalb eines Jahres hat sich die Versorgungslücke um fast 135 % erhöht. 

 

Darauf macht die Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA) aufmerksam und beruft sich auf neueste Berechnungen des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln (IW). Danach hätten den Unternehmen im Juli 154.500 Fachkräfte im Bereich Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik gefehlt – ein Anstieg um knapp 135 % im Vergleich zu Juli 2010. Und das, obwohl immer mehr MINT-Akademiker über 65 Jahren noch aktiv seien. So habe sich ihre Anzahl innerhalb der letzten zehn Jahre von 20.000 auf 49.000 erhöht. Jeder siebte MINT-Akademiker zwischen 65 und 69 Jahren sei noch erwerbstätig, während dies sonst im Durchschnitt nur auf jede zwölfte Person zutreffe.

 

Thomas Sattelberger, Vorsitzender der Initiative „MINT Zukunft schaffen“ von BDA und BDI, lobt daher: „Die deutsche Wirtschaft schöpft das inländische Fachkräftepotenzial auch in bisher nicht ausreichend genutzten Bereichen aus. Ohne ältere Arbeitnehmer wäre die MINT-Lücke weitaus größer. Die Wertschöpfungsverluste der Unternehmen lägen noch höher.“ Um hier Abhilfe zu schaffen, fordert er eine gesteuerte Zuwanderung, die sich an den Bedürfnissen des Arbeitsmarkts ausrichtet. „Ausländische Absolventen deutscher Hochschulen sollten, wenn sie hier einen Arbeitsplatz gefunden haben, dauerhaft bleiben dürfen. Das wäre eine gelebte Willkommenskultur für qualifizierte Zuwanderer“, so Sattelberger. Zudem begrüßt er die steigenden Studierendenzahlen bei den Ingenieurwissenschaften. Allerdings sei es hier wichtig, durch gute praxisorientierte Lehre und gezielte Unterstützung die Abbrecherquote am Beginn des Studiums zu senken.

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