Nahles erwägt Ausnahmen für Jugendliche beim Mindestlohn

(c) Makrodepecher/ pixelio.de
(c) Makrodepecher/ pixelio.de

Zum 1.1.2015 soll der flächendeckende, gesetzliche Mindestlohn von 8,50 Euro/Stunde kommen. Bundesarbeitsministerin Andrea Nahles will Jugendliche unter 18 Jahren allerdings von dieser Regelung ausnehmen und begründet ihren Vorschlag damit, dass man junge Menschen davon abhalten müsse, lieber als besser bezahlte Aushilfen zu arbeiten als Ausbildungsangebote wahrzunehmen. Demgegenüber lehnte die Ministerin weitere, von der Union geforderte Einschränkungen bzgl. Rentnern und Minijobbern ab. Gespräche über etwaige abweichende Regelungen habe sie bereits mit Vertretern von Gaststättenbetrieben, Taxifahrern, Callcentern, Zeitungsverlegern und Erntehelfern geführt. Mit diesen Branchen stehe sie in „ernsthaftem Dialog“. Bis 1.1.2017 habe man Zeit, die Lohnanpassungen in Tarifverträgen vorzunehmen; darüber hinaus werde es keine Sonderfälle geben. Christian Bäumler, Bundesvize der Christlich Demokratischen Arbeitnehmerschaft (CDA), befürchtet, dass Ausnahmen zu Missbrauch in der Wirtschaftsbranche führen könnten und gab zu bedenken, dass u. U. auch gegen das Verbot der Altersdiskriminierung verstoßen würde. Neben den Kritikern melden sich jedoch auch Befürworter: So findet Bundesbildungsministerin Johanna Wanka, dass man im Interesse der Jugendlichen keine Anreize schaffen dürfe, eine Ausbildung gar nicht erst zu beginnen oder diese im weiteren Verlauf abzubrechen.

Seit Jahresbeginn 2019 gibt es neue gesetzlichen Regelungen zur Teilzeit. Sie bringen wesentliche Änderungen und ergänzen gleichzeitig die bisherigen Bestimmungen, die weiter gelten.

Printer Friendly, PDF & Email

Zwar ist für viele Unternehmen eine Ausbildung von Jugendlichen mit sog. Migrationshintergrund normal, gleichzeitig sorgen sich aber einige wegen

Dass der Mindestlohn kommt, ist beschlossene Sache. Ab 1.1.2015 erhält jeder Arbeitnehmer in Deutschland mindestens 8,50 Euro/Stunde - so jedenfalls

Heutzutage dauern Beschäftigungsverhältnisse von Arbeitnehmern unter 30 Jahren nicht mehr solange an wie früher. Das fand das Institut für

Deutsche Jugendliche können sich freuen – zumindest jobtechnisch: In keinem anderen EU-Land sind so wenig junge Leute erwerbslos wie hierzulande.

S

Derzeit gibt es in Deutschland nach einem Vorabbericht des Spiegels vom heutigen Tage laut dem Zentralverband des Deutschen Handwerks (ZDH) 18.963

Die Zahl der arbeitslosen Jugendlichen im Alter von 15 bis 24 Jahren lag im vergangenen Jahr laut Statistischem Bundesamt (Destatis) bei rund 333.000