Zwanzig Fragen an Alexander Werner

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 Alexander Werner - Leiter Konzernarbeitsrecht, Merck KGaA, Darmstadt
Alexander Werner - Leiter Konzernarbeitsrecht, Merck KGaA, Darmstadt

Was und wo haben Sie gelernt?
Studium der Rechtswissenschaften an der Johann-Wolfgang-Goethe Universität in Frankfurt. Während des Referendariats Studium an der Hochschule für Verwaltungswissenschaften in Speyer.

Wären Sie nicht Arbeitsrechtler geworden, was dann?
Ursprünglich habe ich an Wirtschaftsinformatik gedacht. Das war in den 80er-Jahren aber noch in den Kinderschuhen und die beruflichen Perspektiven waren nicht abzuschätzen.

Warum haben Sie sich für Ihren Beruf entschieden?
Ich arbeite gern mit Sprache und habe ein großes Gerechtigkeitsempfinden. Außerdem engagiere ich mich gern für die Interessen anderer. Als Jurist habe ich beruflich vielfältige Optionen, meinen Interessen nachzukommen.

An meinem Beruf fasziniert mich/mag ich besonders ...
... die alltägliche Vielfalt. Jeder Tag, jeder Fall ist anders. In Projekten hat man zudem die Chance, auch über den juristischen Tellerrand hinauszusehen. Das Arbeitsrecht empfinde ich als eines der interessantesten Rechtsgebiete, weil es nie um abstrakte Dinge, sondern um Menschen geht.

Wenn ich an meine ersten Berufsjahre denke, ...
… lernt man als Kanzleianwalt, was Dienstleistung bedeutet. Und man versteht, dass – zumindest früher – Studium und Referendariat zu wenig auf den Praxisalltag vorbereiten.

Welcher Rat hat Ihnen auf Ihrem beruflichen Weg am meisten genützt?
Bei manchen Dingen erst einmal eine Nacht darüber schlafen.

Welche (sozialen) Netzwerke nutzen Sie?
Xing und Linkedin, aber auch berufliche Netzwerke wie den BVAU und die DGFP.

Welche berufliche Entscheidung würden Sie rückwirkend anders treffen?
Keine. Manchmal zeigt sich bei Entscheidungen wie auch bei Erfolgen oder Misserfolgen erst Jahre später, für was es gut war. Und inwieweit andere Entscheidungen besser gewesen wären, weiß man auch nie.

Arbeitnehmer sind dann gut, wenn ...
… sie nicht nur sich selbst, sondern auch das große Ganze sehen und selbst Verantwortung übernehmen.

Was war Ihre beruflich schwerste Entscheidung?
Meine Entscheidung, meine Vollzeittätigkeit als selbstständiger niedergelassener Anwalt und Sozius aufzugeben. Bereut habe ich das aber nicht.

Welche Themen sind für Sie die wichtigsten der nächsten zwölf Monate?
Die Integration des letzten Unternehmenserwerbs von Merck (Sigma Aldrich) sowie einen Überblick zu bekommen, was Arbeit 4.0 für uns bedeutet.

Arbeit bedeutet mir ...
… volles Engagement. Ich gehe gern zur Arbeit, genieße und entspanne aber auch gern in der Familie oder beim Sport.

Was fällt Ihnen zu „Arbeit und Arbeitsrecht“ ein?
Information, kompakt, auf den Punkt.

Was lesen Sie in AuA zuerst?
Das Inhaltsverzeichnis.

Welche Rituale pflegen Sie?
Keine speziellen.

Mit wem würden Sie gerne mal ein Bier trinken?
Helmut Schmidt hätte mich sehr interessiert, jetzt Angela Merkel und Barack Obama.

Wohin würden Sie gerne einmal reisen?
Antarktis und Feuerland.

Welches ist Ihr Lieblingsbuch?
Kein besonderes – Grisham lese ich ganz gerne.

Ihre größte Leidenschaft ist ...
… Zeit mit meiner Familie zu verbringen.

Verraten Sie uns Ihr Lebensmotto?
Man weiß nie, für was etwas gut ist.

Vita: Nach dem Studium in Frankfurt und dem anschließenden Referendariat in Wiesbaden und Speyer, Beginn 1996 als niedergelassener Rechtsanwalt in Wiesbaden. 2000 Erwerb des Fachanwalts für Arbeitsrecht. Nach einem Projekteinsatz als Personalreferent 2003/2004 bei einer Tochter der Deutschen Bank, Eintritt im Herbst 2004 als Senior Referent Arbeitsrecht bei der Nestlé Deutschland AG. Seit 2013 Übernahme der Leitung Konzernarbeitsrecht in der Konzernrechtsabteilung der Merck KGaA. 2006 bis 2012 Lehrbeauftragter an zwei Fachhochschulen im Rhein-Main-Gebiet.

Informative Webinare: z.B. Arbeitsrecht, Arbeitsverträge, Elternzeit, Pflegezeit, Arbeitszeit, Entgelt, Leistung, Kündigung...

Redaktion (allg.)

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Artikel Zwanzig Fragen an Alexander Werner
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Was und wo haben Sie gelernt?

Ich bin gelernter Offizier, habe während der Zeit in der

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Was und wo haben Sie gelernt?
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Was und wo haben Sie gelernt?
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Was und wo haben Sie gelernt?
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Wären Sie nicht Betriebswirt geworden

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Was und wo haben Sie gelernt?

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