Zwanzig Fragen an Birgit Kießling

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 Birgit Kießling - Consultant HR Legal, Münchener Rückversicherungs-Gesellschaft AG („Munich Re“), München
Birgit Kießling - Consultant HR Legal, Münchener Rückversicherungs-Gesellschaft AG („Munich Re“), München

Was und wo haben Sie gelernt?
Studium der Rechtswissenschaften an der Friedrich-Alexander Universität Erlangen, Referendariat am LG Nürnberg, Berufsbegleitendes Studium zur Betriebswirtin (IWW), Ausbildung zum systemischen Coach in Veränderungsprozessen. Seit meinem Berufseinstieg jede Menge Praxiserfahrung, die ich nicht missen möchte.

Wären Sie nicht Arbeitsrechtlerin geworden, was dann?
Tierärztin und Innenarchitektin waren mal
Optionen ... Sogar den Medizinertest hatte ich bereits absolviert.

Warum haben Sie sich für Ihren Beruf entschieden?
„Schuld“ ist meine Lehrerin des Grundkurses Wirtschaft/Recht in der 12. Klasse. Sie sprach mich darauf an, ob ich schon in Betracht gezogen habe, Jura zu studieren. Diesem Tipp bin ich bis heute dankbar – ich habe es bisher nie bereut, diesen Weg eingeschlagen zu haben – auch wenn meine Eltern zu Beginn des Studiums zunächst doch sehr überrascht von meiner Entscheidung waren.

An meinem Beruf fasziniert mich/mag ich besonders ...
... von Anfang an ein Thema proaktiv zu begleiten und für das Unternehmen etwas zu bewegen – und nicht erst dann tätig zu werden, wenn „das Kind schon in den Brunnen gefallen ist“.

Wenn ich an meine ersten Berufsjahre denke, ...
... waren diese sehr abwechslungsreich mit vielen interessanten Themen. Ich bin sehr dankbar für viele neue Themen und Erfahrungen sowie das Vertrauen der Führungskräfte, das sie in mich gesetzt haben.

Welcher Rat hat Ihnen auf Ihrem beruflichen Weg am meisten genützt?
„Man sieht sich im Leben immer zweimal“ – dieses Motto begleitet mich schon seit meinem Berufseinstieg. Es gilt für mich sowohl in beruflicher als auch in privater Hinsicht. Im Beruf bedeutet es für mich „Verhandeln mit dem notwendigen Verständnis und Respekt der anderen Seite“. Das Verständnis, auch nach harten Verhandlungen auseinandergehen und sich weiter in die Augen sehen zu können.

Welche (sozialen) Netzwerke nutzen Sie?
Viele private und berufliche persönliche Kontakte – auch mit ehemaligen Kollegen – sowie Xing. Aktuell schätze ich sehr den Erfahrungsaustausch mit anderen Arbeitsrechtskollegen beim BVAU.

Welche berufliche Entscheidung würden Sie rückwirkend anders treffen?
Bisher habe ich keine berufliche Entscheidung bereut – auch nicht die bewusste Entscheidung anstatt einer Promotion ein berufsbegleitendes Studium zur Betriebswirtin zu absolvieren. Dieses ermöglicht eine umfassende arbeitsrechtliche Beratung der Geschäftsleitung.

Arbeitnehmer sind dann gut, wenn ...
... sie mit Begeisterung für ihre Sache einstehen und mit Leidenschaft für etwas kämpfen.

Was war Ihre beruflich schwerste Entscheidung?
Die mit der Insolvenz und Abwicklung der Primondo GmbH/Quelle-Gesellschaften zu treffenden Entscheidungen. Aber dadurch habe ich auch sehr viele neue Erfahrungen machen können. Der Zusammenhalt der Kollegen und die gute Zusammenarbeit mit den Mitbestimmungspartnern war klasse.

Welche Themen sind für Sie die wichtigsten der nächsten zwölf Monate?
Auch ein DAX30-Konzern wie Munich RE muss sich den aktuellen Herausforderungen im Bereich Niedrigzinsumfeld und Digitalisierung stellen. Die arbeitsrechtliche Begleitung der entsprechenden Veränderungsprozesse wird sicherlich sehr spannend.

Arbeit bedeutet mir ...
Viel, aber nicht alles.

Was fällt Ihnen zu „Arbeit und Arbeitsrecht“ ein?
Informativ, auf dem Punkt und die Nähe zur arbeitsrechtlichen Praxis in einem Unternehmen.

Was lesen Sie in AuA zuerst?
Das Titelblatt.

Welche Rituale pflegen Sie?
Mindestens einmal im Jahr der Besuch des berühmten Christkindlesmarkts meiner Heimatstadt Nürnberg.

Mit wem würden Sie gerne mal ein Glas Wein trinken?
Warren Buffett.

Wohin würden Sie gerne einmal reisen?
Nachdem wir schon sehr viele asiatische Länder besucht haben, möchte ich gerne mal nach Südamerika, vor allem Argentinien.

Welches ist Ihr Lieblingsbuch?
Die unendliche Geschichte.

Ihre größte Leidenschaft ist ...
... Sport, Fotografie, Tanzen und die asiatische Küche.

Verraten Sie uns Ihr Lebensmotto?
Man sieht sich im Leben immer zweimal!

Vita: Nach dem Assessorexamen Einstieg 2002 als Fachberaterin Arbeits- und Sozialrecht bei der Quelle AG, dort zuletzt bis 2010 als Abteilungsleiterin Recht und Mitbestimmung HR tätig. Während dieser Zeit berufsbegleitendes Studium zur Betriebswirtin (IWW) und Ausbildung zum systemischen Coach in Veränderungsprozessen. Seit 2011 bei Munich Re als Consultant HR Legal. Seit 2013 Regionalgruppenleiterin Südost(Bayern) beim Bundesverband für Arbeitsrechtler in Unternehmen (BVAU).

Redaktion (allg.)

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Artikel Zwanzig Fragen an Birgit Kießling
Frei
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Body Teil 1

Was und wo haben Sie gelernt?
Studium der Rechtswissenschaften und Referendariat mit Schwerpunkt Arbeitsrecht in Hamburg.

Wären Sie nicht

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Was und wo haben Sie gelernt?
Nicht aufzugeben, was auch passiert. Wo: im Leben und mit den beteiligten Personen.

Wären Sie nicht Betriebswirt geworden

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Was und wo haben Sie gelernt?
Rechtswissenschaften in Heidelberg und Mainz. Das Lernen meines Berufs fand aber eher später in der Praxis statt.

Wären

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Was und wo haben Sie gelernt?
Rechtswissenschaften an den Universitäten Saarbrücken und Bonn.

Wären Sie nicht Arbeitsrechtler geworden, was dann?

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as und wo haben Sie gelernt?
Jura in Tübingen – und jede Menge fürs Leben bei den verschiedenen beruflichen Stationen.

Wären Sie nicht Arbeitsrechtler

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Body Teil 1

Was und wo haben Sie gelernt?
Rechtswissenschaften in Passau und London. Assistent am Lehrstuhl für Bürgerliches Recht, Internationales Privatrecht