Zwanzig Fragen an Christiane von Åkerman

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 Christiane von Åkerman - Director Employment Law, Fujitsu Technology Solutions GmbH, München
Christiane von Åkerman - Director Employment Law, Fujitsu Technology Solutions GmbH, München

Was und wo haben Sie gelernt?
Ich bin Volljuristin mit Schwerpunkt Arbeitsrecht. Nach meiner Lehre habe ich in München studiert und mein Referendariat absolviert. Heute werde ich in arbeitsrechtliche Fragestellungen in 86 Ländern eingebunden.

Wären Sie nicht Arbeitsrechtlerin geworden, was dann?
Tierärztin. Doch dann habe ich festgestellt, dass ich auf Tiere schneller Allergien entwickle als auf Menschen.

Warum haben Sie sich für Ihren Beruf entschieden?
Ich bekam im Rahmen eines Ferienjobs Einblick in die Aufgaben einer Personalabteilung. Besonders gefallen haben mir die führenden Rollen – allesamt besetzt durch männliche Juristen. Das wollte ich ändern.

An meinem Beruf fasziniert mich/mag ich besonders ...
... den Bezug der Rechtsmaterie zum Menschen, ohne vertieft im Straf- oder Familienrecht unterwegs zu sein. Das Zusammenwirken in M&A-Deals und gesellschaftsrechtlichen Projekten finde ich besonders reizvoll.

Wenn ich an meine ersten Berufsjahre denke, ...
... fühlte sich die Arbeit beim Aufbau des Joint Ventures in Anspruch und Volumen an wie ein Marathon-Training. Die Kraft und Ausdauer, die ich da entwickelte, kommt mir heute oft zugute.

Welcher Rat hat Ihnen auf Ihrem beruflichen Weg am meisten genützt?
Die letzte Instanz bei der Entscheidungsfindung ist das Bauchgefühl und die eigene Ethik. Dieses Prinzip hat mir mein erster Chef vorgelebt.

Welche (sozialen) Netzwerke nutzen Sie?
Ich pflege mein berufliches Netzwerk seit Jahren auf persönlicher Ebene und über den BVAU. Im Netz finden Sie mich auf der Business-Plattform Xing.

Welche berufliche Entscheidung würden Sie rückwirkend anders treffen?
Eine Unternehmensentscheidung, unmittelbar vor Weihnachten die Mitarbeiter mit einer Arbeitsauflösung zu konfrontieren. So etwas lehne ich seither kategorisch ab.

Arbeitnehmer sind dann gut, wenn ...
... sie eine klare Rolle und Verantwortungsbereich gepaart mit Gestaltungsfreiraum sowie dem Gefühl, fair behandelt zu werden, haben.

Was war Ihre beruflich schwerste Entscheidung?
Bei der Frage „Stellenabbau oder Standortschließung“ haben wir uns nach langem Abwägen für Letzteres entschieden. Wenn es um die Mitarbeiter geht, nimmt niemand Entscheidungen auf die leichte Schulter.

Welche Themen sind für Sie die wichtigsten der nächsten zwölf Monate?
Arbeitsrecht in internationalen Matrixstrukturen.

Arbeit bedeutet mir ...
... geistiges Fitnesstraining, soziales Miteinander und finanzielle Unabhängigkeit.

Was fällt Ihnen zu „Arbeit und Arbeitsrecht“ ein?
Die Webinare sind eine hilfreiche Ergänzung zum Heft.

Was lesen Sie in AuA zuerst?
Die Seite „Persönlich“, da ich viele Kollegen kenne.

Welche Rituale pflegen Sie?
Ich pflege eine Mini-Meditation vor dem Einschlafen und freue mich ganz bewusst auf den nächsten Tag.

Mit wem würden Sie gerne mal ein Bier/ ein Glas Wein trinken?
Steffi Graf; sie bleibt sich selbst in jeder Lebensphase
treu.

Wohin würden Sie gerne einmal reisen?
Ins Baltikum oder nach Japan.

Welches ist Ihr Lieblingsbuch?
Viele; zurzeit Florian Illies „1913“.

Ihre größte Leidenschaft ist ...
... neben der Familie: tanzen, Skifahren und wandern.

Verraten Sie uns Ihr Lebensmotto?
„Handle so, dass die Maxime deines Willens jederzeit zugleich als Prinzip einer allgemeinen Gesetzgebung gelten könne.“ – der Kategorische Imperativ von Kant.

Vita: Jahrgang 1970, verheiratet, 2 Töchter. Nach einer Stammhauslehre (Industriekauffrau) bei der Siemens AG in München Jurastudium mit Schwerpunkt Arbeitsrecht an der LMU München. Referendariat am OLG München. Einstieg bei Siemens als Trainee in der Zentrale Personal mit Einsätzen u. a. in Regensburg und Buenos Aires. 2000 Wechsel in das neu gegründete Joint Venture Fujitsu Siemens Computers, dort in verschiedenen HR-Rollen. Seit 2005 Leiterin des Arbeitsrechts, inzwischen in der globalen Rechtsabteilung des Fujitsu- Konzerns.

#ArbeitsRechtKurios: Amüsante Fälle aus der Rechtsprechung deutscher Gerichte - in Zusammenarbeit mit dem renommierten Karikaturisten Thomas Plaßmann (Frankfurter Rundschau, NRZ, Berliner Zeitung, Spiegel Online, AuA).

Redaktion (allg.)

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Artikel Zwanzig Fragen an Christiane von Åkerman
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Body Teil 1

Was und wo haben Sie gelernt?
Ausbildung zur Handelsassistentin bei Hertie, DiplomstudiumPsychologie an der Christian-Albrechts-Universität in Kiel,

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Body Teil 1

Was und wo haben Sie gelernt?
Studium der Rechtswissenschaft in Hamburg, Referendariat in Hamburg. Diverse Nebenjobs im Hamburger Hafen.

Wären Sie

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Body Teil 1

Was und wo haben Sie gelernt?
Studium der Rechtswissenschaften und Referendariat mit Schwerpunkt Arbeitsrecht in Hamburg.

Wären Sie nicht

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Was und wo haben Sie gelernt?
Studium der Rechtswissenschaften an der Rheinischen Friedrich-Wilhelm-Universität in Bonn.

Wären Sie nicht

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Was und wo haben Sie gelernt?
Verlagskauffrau im wissenschaftlichen Springer-Verlag, Rechtswissenschaft an der FU Berlin und MBA in Bled, Slowenien.

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Body Teil 1

Was und wo haben Sie gelernt?
Nicht aufzugeben, was auch passiert. Wo: im Leben und mit den beteiligten Personen.

Wären Sie nicht Betriebswirt geworden