Zwanzig Fragen an Dr. Dieter Straub (†)

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 Dr. Dieter Straub (†) - Partner, CMS Hasche Sigle, München
Dr. Dieter Straub (†) - Partner, CMS Hasche Sigle, München

Was und wo haben Sie gelernt?
Jura und BWL an den Universitäten Mainz und München. Daneben Übersetzer und Dolmetscher für Russisch am Sprachen- und Dolmetscher-Institut München.

Wären Sie nicht Arbeitsrechtler geworden, was dann?
Ich könnte mir gut vorstellen, als Unternehmer in der Feinkostbranche oder Hotelier tätig zu sein.

Warum haben Sie sich für Ihren Beruf entschieden?
Ich habe meinen Mentor auf einem privaten Fest kennengelernt und am nächsten Tag in seiner Kanzlei angefangen, zu arbeiten – da wusste ich, das ist es.

An meinem Beruf fasziniert mich/mag ich besonders ...
... wie unterschiedlich Menschen sind und wie verschieden sie reagieren.

Wenn ich an meine ersten Berufsjahre denke ...
... bin ich dankbar dafür, dass ich verschiedene Rechtsgebiete kennengelernt habe, bevor ich mich ganz auf das Arbeitsrecht konzentrierte. Ohne Mobiltelefon und ohne E-Mail zu arbeiten, war sehr viel entspannter. Ich hatte mehr Zeit für meine Fälle.

Welcher Rat hat Ihnen auf Ihrem beruflichen Weg am meisten genützt?
Der Rat meines Doktorvaters: Kurze Sätze schreiben, nur das bringt eine klare Gedankenführung. Gründlichkeit geht vor Schnelligkeit.

Welche (sozialen) Netzwerke nutzen Sie?
Neben diversen berufsbezogenen Mitgliedschaften bin ich auf Facebook, aber nur um in etwa mitzubekommen, was meine drei Töchter so treiben.

Welche berufliche Entscheidung würden Sie rückwirkend anders treffen?
Ich würde auf jeden Fall für mindestens ein Jahr ins Ausland gehen und dort leben und arbeiten.

Arbeitnehmer sind dann gut, wenn ...
... sie gerne arbeiten.

Was war Ihre schwerste Entscheidung als Arbeitsrechtler?
Ich musste in der Oberpfalz vor der Belegschaft die Stilllegung eines über 100-jährigen Familienbetriebs verkünden, da dem Firmeninhaber die Stimme versagte und er dies nicht übers Herz brachte. Die versteinerten Gesichter der ganz überwiegend seit ihrer Lehrzeit dort tätigen Mitarbeiter werde ich nicht vergessen.

Welche Themen sind für Sie die wichtigsten der nächsten zwölf Monate?
Beruflich: Fortsetzung der Mindestlohndebatte, die Wiederherstellung der Tarifeinheit und damit verbunden die Regelung des Arbeitskampfrechts.
Privat: Jeden Tag etwas für die Gesundheit tun.

Arbeit bedeutet mir ...
... Freude, Anerkennung, die Befriedigung, zu etwas nütze zu sein. Ich freue mich jedes Mal, wenn es gelingt, Konflikte zu lösen und beide Seiten das Gefühl haben, ihr Gesicht nicht verloren zu haben. Man sieht sich immer zweimal im Leben.

Was fällt Ihnen zu „Arbeit und Arbeitsrecht“ ein?
Die AuA in ihrer heutigen Form ist ein bisschen auch mein Kind, da ich mit meinem "Arbeitshandbuch Personal“ auch den „Personal-Profi “ mit in den Verlag brachte und die Zusammenführung beider Zeitschriften wunderbar glückte.

Was lesen Sie in AuA zuerst?
Das Geleitwort.

Welche Rituale pflegen Sie?
Keine. Es gibt keine Routine, jeder Tag ist anders.

Mit wem würden Sie gerne mal ein Bier trinken?
Weiblich: Julia Roberts
Männlich: Vladimir Putin

Wohin würden Sie gerne einmal reisen?
Nach Japan. Eine für letztes Jahr April geplante Reise wurde wegen Fukushima abgesagt. Ich würde diese Reise gerne bald nachholen.

Welches ist Ihr Lieblingsbuch?
Stefan Zweig: „Die Augen des ewigen Bruders“ und Francesco Alberoni: „Verliebt sein und lieben. Revolution zu zweit“. Wenn Sie diese beiden Bücher gelesen haben, wissen Sie schon sehr viel vom Leben.

Ihre größte Leidenschaft ist ...?
Essen, Trinken und Golfspielen auf schottischen Links Courses.

Verraten Sie uns Ihr Lebensmotto?
Leben und leben lassen.

Vita: Dr. Straub ist gebürtiger Pfälzer. Er studierte Rechtswissenschaften und Betriebswirtschaft an der Johannes Gutenberg Universität Mainz und an der Ludwig Maximilians Universität München. Promotion über ein arbeitsrechtliches und rechtsvergleichendes Thema „Gründe für die Beendigung von Arbeitsverhältnissen nach sowjetischem und deutschem Recht“. 1977 Zulassung zur Rechtsanwaltschaft und Beginn der Anwaltstätigkeit bei Ott Weiss Eschenlohr, München, heute CMS Hasche Sigle. Partner der Sozietät und Fachanwalt für Arbeitsrecht. Mitglied der Arbeitsgemeinschaft der Fachanwälte für Arbeitsrecht im Deutschen Anwaltsverein und der European Employment Lawyers Association (EELA). Dr. Straub ist Mitglied des Publizistischen Beirats der AuA. Er engagiert sich mit CMS in der Roland Berger Stiftung zur Förderung begabter und lernbereiter Kinder aus sozial schwachen Familien.

Arbeit und Arbeitsrecht (AuA) ist der praxisorientierte und unverzichtbare Ratgeber für die moderne Personalarbeit. Die Zeitschrift verbindet neue Trends in der Personalwirtschaft mit umfassenden Informationen zu aktueller Rechtsprechung.

Redaktion (allg.)

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Artikel Zwanzig Fragen an Dr. Dieter Straub (†)
Frei
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Body Teil 1

Was und wo haben Sie gelernt?

Hotelfachfrau im Estrel Hotel.

Wären Sie nicht Personalerin geworden, was dann?

Lehrerin.

Warum haben

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Body Teil 1

Was und wo haben Sie gelernt?
Ausbildung zur Handelsassistentin bei Hertie, DiplomstudiumPsychologie an der Christian-Albrechts-Universität in Kiel,

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Body Teil 1

Was und wo haben Sie gelernt?
Studium der Rechtswissenschaft in Hamburg, Referendariat in Hamburg. Diverse Nebenjobs im Hamburger Hafen.

Wären Sie

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Body Teil 1

Was und wo haben Sie gelernt?
Studium der Rechtswissenschaften und Referendariat mit Schwerpunkt Arbeitsrecht in Hamburg.

Wären Sie nicht

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Was und wo haben Sie gelernt?
Studium der Rechtswissenschaften an der Rheinischen Friedrich-Wilhelm-Universität in Bonn.

Wären Sie nicht

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Body Teil 1

Was und wo haben Sie gelernt?
Verlagskauffrau im wissenschaftlichen Springer-Verlag, Rechtswissenschaft an der FU Berlin und MBA in Bled, Slowenien.