Zwanzig Fragen an Dr. Wolf Hunold

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 Dr. Wolf Hunold - Unternehmensberater, Neuss
Dr. Wolf Hunold - Unternehmensberater, Neuss

Was und wo haben Sie gelernt?
In meiner Heimatstadt Frankfurt am Main habe ich Rechtswissenschaft studiert, das Referendarexamen abgelegt und mein Promotionsverfahren abgeschlossen.

Wären Sie nicht Arbeitsrechtler geworden, was dann?
Leiter einer Jazz-Bigband.

Warum haben Sie sich für Ihren Beruf entschieden?
Auf dem Gymnasium galt mein Hauptinteresse Geschichte, Sozialkunde und Sprachen. Außerdem hat mich der Umgang mit Menschen immer gereizt.

An meinem Beruf fasziniert mich/mag ich besonders ...
... dass infolge der Veränderungen in Wirtschaft und Gesellschaft sich ständig neue Sichtweisen und Aufgaben ergeben. Arbeitsrecht ist eine sehr lebendige Materie.

Wenn ich an meine ersten Berufsjahre denke, ...
... muss ich einräumen, dass es seinerzeit (60er-Jahre) mit einem ordentlichen Examen gar kein Problem war, eine gute Stelle zu kriegen, während das heute für die jungen Leute viel schwieriger ist.

Welcher Rat hat Ihnen auf Ihrem beruflichen Weg am meisten genützt?
Der Rat meines Doktorvaters, die Dinge möglichst praktisch zu sehen. Meine Dissertation ist aus der Bearbeitung eines wettbewerbsrechtlichen Falles in meiner ersten Industriestelle entstanden.

Welche (sozialen) Netzwerke nutzen Sie?
Nur nicht-technische, d. h. gute Kontakte; Datentechnik (Internet, E-Mail usw.) habe ich ausgelagert.

Welche berufliche Entscheidung würden Sie rückwirkend anders treffen?
Keine.

Arbeitnehmer sind dann gut, wenn ...
... sie die Unternehmens- und Personalpolitik kritisch hinterfragen und selbst konstruktive Vorschläge für Problemlösungen machen.

Was war Ihre beruflich schwerste Entscheidung?
Die Entscheidung, zu Gunsten des möglichst frühzeitigen Erwerbs praktischer Erfahrungen auf die Absolvierung der damals noch 3 1/2-jährigen Referendarzeit zu verzichten.

Welche Themen sind für Sie die wichtigsten der nächsten zwölf Monate?
Möglichst weit gehende unternehmerische Freiheit, im als notwendig erkannten Umfang Leiharbeitnehmer und Werkvertragspartner für die unternehmerischen Ziele einzusetzen, und zwar möglichst „barrierefrei“.

Arbeit bedeutet mir ...
... sehr viel, auch als Möglichkeit zur Demenzprophylaxe.

Was fällt Ihnen zu „Arbeit und Arbeitsrecht“ ein?
Die AuA ist eine Fachzeitschrift, deren Redaktion es hervorragend gelungen ist, die Kurve von der eher betulichen „DDR-Zeitschrift“ zu einem unentbehrlichen Fachmagazin für
Personalleute zu kriegen.

Was lesen Sie in AuA zuerst?
Blickpunkt, Urteilsbesprechungen.

Welche Rituale pflegen Sie?
Keine.

Mit wem würden Sie gerne mal ein Bier trinken?
Mit Ingrid Schmidt, der Präsidentin des Bundesarbeitsgerichts.

Wohin würden Sie gerne einmal reisen?
Nach Kalifornien, um zu sehen, wie lebendig der West Coast Jazz dort noch ist.

Welches ist Ihr Lieblingsbuch?
Büchmann, „Geflügelte Worte“ (weil meine Frau und ich immer wieder auf bekannte Textstellen stoßen und dann wissen wollen, woher sie stammen) und Donna Leon, „Wie durch ein dunkles Glas“.

Ihre größte Leidenschaft ist ...
... der Jazz

Verraten Sie uns Ihr Lebensmotto?
Keep swinging.

Vita: Arbeitete über 15 Jahre im Personalwesen und ist seit 1980 freier Unternehmensberater und Fachautor.

Redaktion (allg.)

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Artikel Zwanzig Fragen an Dr. Wolf Hunold
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Body Teil 1

Was und wo haben Sie gelernt?
Studium und Referendariat in Mannheim; seit der Aufnahme meiner Tätigkeit im Metallarbeitgeberverband steht das

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Was und wo haben Sie gelernt?
Studium der Rechtswissenschaften an den Universitäten Marburg, Bonn und Mannheim; Referendariat am LG Heidelberg.

Wären

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Vita

Jahrgang 1964, geboren in Duisburg. Einstieg nach dem Studium als Trainee bei Lufthansa, anschließend Stationen als Controller für die

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Was und wo haben Sie gelernt?
Ausbildung zum Offizier sowie Studium der Betriebs- und Wirtschaftspädagogik an der Bundeswehr Universität in München.

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Was und wo haben Sie gelernt?

Betriebswirtschaftslehre an der Universität Regensburg mit den Schwerpunkten Systemtheorie und empirische

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Was und wo haben Sie gelernt?
Das Arbeitsrecht lernte ich frühzeitig als Student an der Ruhr-Universität Bochum am Lehrstuhl von Professor Wank, der