Kein Urlaubsverfall ohne Hinweis

Neue arbeitgeberseitige Informationspflicht
Wer keinen Urlaub „nimmt“, obwohl er dies könnte, ist selbst schuld. Diese Auffassung entsprach auch dem deutschen Urlaubsrecht, das nicht genommenen Urlaub trotz entsprechender Möglichkeit mit Ablauf des ersten Quartals des Folgejahres grundsätzlich verfallen ließ. In Umsetzung europäischer Vorgaben hat das BAG aber nunmehr entschieden, dass das nicht ausreicht. Urlaub verfällt nur dann, wenn der Arbeitgeber hierüber informiert hat.
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 Bild: nmann77/stock.adobe.com
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1 Urlaubsanspruch und Erfüllung

Gem. §§ 1, 3 Abs. 1 BUrlG steht jedem Arbeitnehmer in jedem Kalenderjahr ein Anspruch auf bezahlten Urlaub im Umfang von mindestens 24 Werktagen zu. Da Samstage ebenfalls als Werktage zählen, entspricht dies einer Urlaubszeit von insgesamt vier Wochen jährlich. Tarifverträge, Arbeitsverträge oder auch das Gesetzfür bestimmte Gruppen–wie Schwerbehinderte – sehen regelmäßig noch einen darüberhinausgehenden Anspruch vor.

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Prof. Dr. Michael Fuhlrott

Prof. Dr. Michael Fuhlrott
Rechtsanwalt, Fachanwalt für Arbeitsrecht, Partner, FHM Rechtsanwälte, Hamburg

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Artikel Kein Urlaubsverfall ohne Hinweis
Seite 581 bis 583
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