Spielerisches HR-Management

E-Sports und Gaming als Schlüssel im Employer Branding

E-Sports, also wettbewerbsorientiertes Gaming, hat sich zu einer globalen Milliardenindustrie entwickelt. Es ist längst nicht mehr nur reines Hobby, sondern beeinflusst auch die Unternehmenswelt, insbesondere in den Bereichen HR und Employer Branding. Dieser Beitrag beleuchtet, wie Unternehmen aus allen Branchen durch E-Sports-Engagement Talente gewinnen und binden können. Denn Gaming und E-Sports fordern und fördern eine Vielzahl kognitiver, sozialer und technischer Fähigkeiten, die in vielen Berufen relevant sind.

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 Bild: Darcraft/stock.adobe.com
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Schlüsselfähigkeiten für den modernen Arbeitsmarkt

In einer sich rasch entwickelnden Gesellschaft, die von technologischem Fortschritt und wandelnden Wertvorstellungen von Arbeit geprägt ist, wird die Rekrutierung qualifizierter, technologieaffiner Nachwuchskräfte zu einer immer größeren Herausforderung. Diese Zielgruppe, die sowohl hoch qualifiziert als auch mit digitalen Technologien vertraut ist, ist auf dem Arbeitsmarkt stark umworben und nicht leicht zu finden.

Traditionelle Rekrutierungswege wie die Schaltung von Anzeigen in Jobportalen oder Printmedien verlieren zunehmend an Wirkung, da die junge, digital affine Generation diese Kanäle kaum bis überhaupt nicht mehr nutzt. Stattdessen sind innovative HR-Ansätze gefragt, um die Aufmerksamkeit und das Interesse dieser wertvollen Arbeitskräfte zu wecken. Unternehmen müssen daher neue, kreative Wege finden, um sich als attraktiver Arbeitgeber zu präsentieren und sich von der Konkurrenz abzuheben.

Um in Zeiten des Fachkräftemangels wettbewerbsfähig zu bleiben, ist es für Unternehmen entscheidend, ihre HR-Strategien anzupassen und zu modernisieren. Dazu gehören Maßnahmen wie die verstärkte Nutzung sozialer Medien für das Employer Branding, die Umsetzung flexibler Arbeitsmodelle, die Förderung einer inklusiven Unternehmenskultur und die Bereitstellung von Weiterbildungsmöglichkeiten, die auf die individuellen Bedürfnisse und Interessen der Mitarbeitenden zugeschnitten sind. Aber auch digitale Initiativen, wie die Integration von Gaming und E-Sports, um sowohl Bewerber anzusprechen als auch die bestehende Belegschaft zu binden, sollten dabei nicht außer Acht gelassen werden. Diese Anpassungen helfen nicht nur dabei, talentierte junge Menschen anzuziehen, sondern fördern auch die Loyalität und Zufriedenheit der bestehenden Belegschaft, was wiederum den langfristigen Erfolg des Unternehmens sichert.

Digitale Pioniere

E-Sports konzentriert sich darauf, Fähigkeiten zu fördern, die auch im Berufsleben gefragt sind. Durch intensives Training und Wettkämpfe verbessern E-Sportler ihre Fähigkeit, sich über längere Zeiträume zu konzentrieren und komplexe Handlungen präzise auszuführen. Darüber hinaus sind E-Sportler digital versiert und kennen sich hervorragend mit Informationstechnologien sowie digitalen Lösungen aus. Diese Fähigkeiten sind auf dem modernen Arbeitsmarkt sehr gefragt, da Unternehmen zunehmend den digitalen Wandel vollziehen und Mitarbeiter suchen, die mit neuen Technologien vertraut sind. Diese teamorientierte Arbeitsweise macht E-Sportler zu wertvollen Mitarbeitern in Unternehmen, die eine starke Teamkultur und effektive Zusammenarbeit schätzen.

E-Sports steht an der Spitze der Digitalisierung und prägt die Akteure mit wichtigen digitalen Kompetenzen. Gamer haben durch E-Sports gelernt, dezentral zu arbeiten, digitale Tools effizient zu nutzen und flexibel zu agieren. Unternehmen, die E-Sports in ihre Kultur integrieren, positionieren sich damit als digitale Vorreiter und machen sich für technikaffine Talente besonders attraktiv. Diese Integration signalisiert eine Affinität zu modernen Technologien und innovativen Arbeitsweisen und macht solche Unternehmen zu attraktiven Arbeitgebern für eine junge, dynamische Zielgruppe. Damit hat E-Sports mehr als nur einen HR-Effekt: Im Idealfall hilft es, die gesamte Organisation zu transformieren und die dafür notwendigen Kompetenzen zu schaffen.

Internationale Kompetenz

Darüber hinaus verfügen die meisten Gamer über ausgezeichnete Englischkenntnisse. Das kommt nicht von ungefähr: Da die meisten Computerspiele und vor allem die gesamte E-Sports-Kultur international ausgerichtet sind, ist Englisch die vorherrschende Sprache in diesem Bereich. Gamer kommunizieren regelmäßig mit Teammitgliedern aus verschiedenen Ländern und einer internationalen Community oder verfolgen englische Übertragungen hochrangiger E-Sports-Matches. Auf diese Weise schärfen und erweitern sie kontinuierlich ihre Sprachkenntnisse. Zudem sind viele Spielanleitungen, Turnierregeln und Kommunikationsplattformen auf Englisch verfasst. Die Fähigkeit, sich fließend auf Englisch ausdrücken zu können, wird für E-Sportler somit zu einem selbstverständlichen Werkzeug, das sie nicht nur in ihrem Fachbereich, sondern auch im Berufsleben außerhalb des E-Sports hervorragend einsetzen können.

Erfolgsfaktor Authentizität

Im Gaming und E-Sports spielt Authentizität eine wichtige Rolle, vergleichbar mit traditionellen Sportarten wie Fußball oder populären US-Ligen wie der NFL und NBA. Viele Marken versuchen, von der Leidenschaft der Fans zu profitieren, indem sie sich engagieren und sponsern, um eine starke Bindung („Brand Love“) aufzubauen. Dieser Ansatz birgt jedoch sowohl im traditionellen als auch im elektronischen Sport Risiken. Um diesen zu begegnen und die „Brand Safety“ zu gewährleisten – also die Reputation und das Image der Marken zu schützen –, ist es entscheidend, dass die Unternehmen als authentische Partner auftreten, die die Werte der Spieler-Community und der Teams verstehen, respektieren und verkörpern. Die drei Gebote der Authentizität lauten dabei:

1. Fair Play

Fair Play ist das oberste Gebot. Sportsgeist und Fairness stehen bei Gamern und E-Sportlern an erster Stelle. Respekt und ein kooperativer Umgangston sind zentrale Werte, die sowohl in der E-Sports-Community als auch im traditionellen Sport gepflegt werden. Unternehmen, die mit dieser Zielgruppe interagieren wollen, müssen daher eine Fair-Play-Kultur verinnerlichen und aktiv fördern.

2. Kommunikation auf Augenhöhe

Das zweite Gebot lautet: Kommunikation auf Augenhöhe. Unternehmen, die diese Zielgruppe ansprechen möchten, sollten mit der E-Sports-Community in einen Dialog auf Augenhöhe treten. Das bedeutet, dass sie Plattformen wie Twitch und Discord nutzen, um direkt mit Spielern und Fans zu interagieren. Die Präsenz auf diesen Plattformen ermöglicht es Unternehmen, die Generation Z und die E-Sports-Community besser zu verstehen und relevante Themen zu identifizieren, die für diese Zielgruppe wichtig sind.

3. Dieselbe (Bild-)Sprache sprechen

Das dritte Gebot ist es, die gleiche (Bild-)Sprache wie die E-Sports-Community zu sprechen. E-Sports hat seine eigenen Sprachcodes und popkulturellen Referenzen, die sich von Spiel zu Spiel unterscheiden. Unternehmen müssen die Vielfalt der E-Sports-Subcommunitys verstehen und die richtige Sprache und Bildsprache verwenden, um eine authentische Ansprache zu gewährleisten. Nur wer die favorisierte Zielgruppe genau analysiert und versteht, kann schließlich eine authentische und damit langfristige Bindung zu ihr aufbauen.

Strategien zur Gewinnung junger Talente

Social Media

Durch den gezielten Einsatz von Social Media und Content-Marketing mit gamingbezogenen Inhalten können Unternehmen eine tiefe Bindung zu einer jungen Zielgruppe aufbauen. Indem sie regelmäßig interessante und relevante Inhalte wie Twitch-Streams oder Gaming-Vlogs produzieren und teilen, schaffen sie einen Raum für Interaktion und Engagement mit der Gaming-Community.

Insbesondere die Zusammenarbeit mit Gaming-Influencern stellt eine äußerst effektive Strategie dar, um die Reichweite zu maximieren und das Employer Branding positiv zu beeinflussen. Durch Partnerschaften mit prominenten Gamern oder Streamern können Unternehmen ihre Botschaften einer breiten und engagierten Community vermitteln und zugleich ihr Image als innovativer Arbeitgeber festigen. Ein herausragendes Beispiel hierfür ist die Kooperation zwischen Red Bull und dem Streamer und professionellen Fortnite-Spieler Tyler „Ninja“ Blevins. Red Bull unterstützte Ninja nicht nur finanziell, sondern förderte auch seine Teilnahme an Turnieren und half ihm dabei, seine Marke zu stärken. Diese Partnerschaft half sowohl Red Bull als auch Ninja, ihre Reichweite zu erhöhen und ihr Image in der Gaming-Community zu festigen.

D & I

Auch die aktive Förderung von Diversität und Inklusion im E-Sports und Gaming stärkt das Image eines Unternehmens als sozial verantwortlicher Arbeitgeber. Unternehmen können Initiativen unterstützen, die die Gaming-Welt inklusiver und vielfältiger gestalten sowie toxisches Verhalten bekämpfen. Durch Sponsoring von E-Sports-Teams oder -Events erreichen Unternehmen ein junges, digital versiertes Publikum und stärken ihr Image als technologieorientiertes Unternehmen. Bspw. ist die Versicherungsgruppe die Bayerische auf den Trikots des League-of-Legends-Teams BIG vertreten, um ihre Markenpräsenz in der Gaming-Community zu erhöhen und potenzielle Talente anzusprechen.

Unternehmenskultur

Wer niedrigschwelliger beginnen möchte, signalisiert bereits mit der Integration von Gaming in die Unternehmenskultur, z.B. durch Bereitstellung von Spielkonsolen in Pausenräumen oder regelmäßige Gaming-Sessions, ein entspanntes und innovatives Arbeitsumfeld, das den Stress abbaut und die Kreativität fördert, was letztendlich die Zufriedenheit und Produktivität steigern kann.

Gaming und Gamification im Assessment

Gamification-Techniken im Recruiting sind darauf ausgerichtet, das Interesse potenzieller Bewerber zu wecken und den Bewerbungsprozess ansprechender zu gestalten. Unternehmen können spielerische Elemente wie Quiz, Rätsel oder Simulationen in ihre Onlinebewerbungsprozesse integrieren, um das Engagement der Kandidaten zu erhöhen und sich als kreativen, innovativen Arbeitgeber zu präsentieren. Gleichzeitig erhalten aber auch die Unternehmen wichtige Informationen über die potenziellen Mitarbeiter.

Viele große Unternehmen, darunter auch Google, Deloitte oder die Telekom, haben bereits spielbasierte Assessment-Center in ihren Recruiting-Prozess integriert. Die praktische Durchführung erfordert eine sorgfältige Planung und eine strukturierte Auswertung. Vor der Durchführung sollten Spiele und Turniere klar definierte Ziele haben, die sich direkt auf die Anforderungen der zu besetzenden Stelle beziehen. Während der Durchführung ist es wichtig, das Verhalten und die Leistung der Teilnehmer kontinuierlich zu beobachten und zu dokumentieren. Nach dem Turnier oder Spiel sollten die Ergebnisse und Beobachtungen systematisch analysiert und in Bezug auf die Arbeitsplatzrelevanz interpretiert werden.

E-Sports-Turniere für potenzielle und bestehende Mitarbeiter bieten eine einzigartige Plattform, um Teamdynamik und individuelle Leistung unter Wettbewerbsbedingungen zu beobachten. Gaming und Gamification ermöglichen es den Unternehmen, nicht nur die fachlichen Fähigkeiten der Bewerber zu bewerten, sondern auch ihre Soft Skills zu prüfen. Erfüllen sie die Qualifikationen, die für den Job nötig sind? Sind sie teamfähig? Und vor allem: Wie fügen sie sich in die Unternehmenskultur ein? Letztendlich trägt dies dazu bei, dass sowohl die Kandidaten als auch das Unternehmen besser einschätzen können, ob eine langfristig erfolgreiche Zusammenarbeit möglich ist.

E-Sports als HR-Instrument

E-Sports-Turniere sind effektive Maßnahmen für das Recruiting und die Positionierung als attraktiver Arbeitgeber. Sie optimieren das Talentmanagement, stärken die Unternehmenskultur und bieten Unternehmen gleichzeitig die Möglichkeit, den Teamgeist zu fördern und potenzielle Mitarbeiter in einem informellen Rahmen kennenzulernen. Solche Veranstaltungen schaffen eine lockere Atmosphäre, in der sich Mitarbeiter und potenzielle Bewerber austauschen können, während sie gemeinsam an Wettbewerben teilnehmen. So nutzte AXA E-Sports-Turniere gezielt als Teil ihrer Ausbildungsprogramme, um ein dynamisches und modernes Image zu fördern und so effektiv neue Talente anzuziehen und bestehende Mitarbeiter zu binden. Die Turniere bieten nicht nur eine Plattform für Wettbewerb und Spaß, sondern dienen auch als innovative Form des Teambuildings und der Mitarbeiterförderung.

Darüber hinaus nutzte AXA die öffentliche Sichtbarkeit und die Begeisterung rund um E-Sports, um das Unternehmen in den sozialen Medien und auf anderen Plattformen zu bewerben, was das Marketing weiter verstärkte und das Image des Unternehmens als innovativer und fortschrittlicher Arbeitgeber festigte.

Chancen durch E-Sports und Gaming für Unternehmen

E-Sports und Gaming sind wertvolle HR-Instrumente, um Talente anzuziehen und zu halten. Als Innovationstreiber in den Bereichen Recruiting und Employer Branding bieten sie dynamische und zeitgemäße Lösungen für Unternehmen und ermöglichen eine moderne Positionierung als attraktiver Arbeitgeber.

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Das hat auch SAP erkannt. Gemeinsam mit einer E-Sports-Agentur hat der Technologiekonzern eine innovative Strategie entwickelt, um E-Sports nicht nur als Sponsoring-Plattform, sondern als integralen Bestandteil seiner Employer-Branding-Strategie zu nutzen und einen Mehrwert für die E-Sports-Community und die gesamte Branche zu schaffen.

Einstieg durch Sponsoring

Viele Unternehmen entscheiden sich dafür, Teams oder Events im E-Sports zu sponsern, um ihre Markenbekanntheit im E-Sports zu steigern und direkt mit der Community in Kontakt zu treten. SAP geht noch einen Schritt weiter und will diese Partnerschaften mit echten Mehrwerten anreichern. Ein Beispiel hierfür ist die Partnerschaft von SAP mit Team Liquid. Als Hauptsponsor und Technologiepartner entwickelte SAP maßgeschneiderte Lösungen, um die Leistung des Teams zu unterstützen und dadurch die Präsenz und Wahrnehmung von SAP in der E-Sports-Welt zu stärken.

Datenanalyse für E-Sports

Die zentrale Säule der Employer-Branding-Strategie ist die Entwicklung maßgeschneiderter Datenlösungen für E-Sports-Teams und Turnieradministratoren. SAP nutzt seine fortschrittlichen Technologien, um Matchdaten und Spielerstatistiken in Echtzeit zu erfassen und zu analysieren, um so das Spielerlebnis zu optimieren. Diese innovative Lösung hat zwei zentrale Auswirkungen:

  1. Optimierung des Spielerlebnisses: Die automatisierten Analysen und Auswertungen bieten Zuschauern ein tieferes Eintauchen ins Spielgeschehen, indem sie umfassende Daten zu Spielerstatistiken, Turnierergebnissen und Teamleistungen liefern. Diese verbessern das Zuschauererlebnis durch interaktive und informative Elemente und fördern Diskussionen innerhalb der Community während und nach E-Sports-Events. Die Auswertungen wurden auch für Post-Match-Grafiken in sozialen Medien genutzt, wodurch sie organisch verbreitet wurden und die Brand Awareness von SAP gestärkt haben.
  2. Effizientere Ressourcenverwaltung für Organisationen: E-Sports-Organisationen profitieren von datenbasierten Lösungen durch effizientere Ressourcennutzung. Die Analyse von Spielerdaten und Leistungsstatistiken ermöglicht eine gezieltere Planung von Trainings, Turnieren und strategischen Maßnahmen zur Leistungsverbesserung. Besonders im Scouting erfahren Teams wie Team Liquid einen Mehrwert, da Matchdaten Tausender Spieler schnell analysiert und Talente effizient identifiziert werden können, was die Teams gezielt stärkt.

Innovatives HR-Marketing

Auch nach der Rekrutierung ist SAP darauf bedacht, das Employer Branding unter E-Sports-begeisterten Mitarbeitern weiter zu stärken. Durch die Integration von E-Sports-Aktivitäten in die Unternehmenskultur festigt SAP seine Attraktivität als Arbeitgeber für Gamer und Tech-Enthusiasten. Die Organisation von E-Sports-Events und -Turnieren für Mitarbeiter positioniert den Konzern als Innovationsführer in der Technologiebranche und ermöglicht eine authentische Verbindung zur E-Sports-Community. Diese strategische Ausrichtung betont SAPs Identität als attraktiver Arbeitgeber für talentierte Individuen, die eine Leidenschaft für Technologie und Gaming teilen.

Der Mehrwert für die E-Sports-Community

Mit einer ganzheitlichen Strategie hat SAP der E-Sports-Community einen erheblichen Mehrwert gebracht. Zentral hierbei sind datenbasierte Innovationen, die die Effizienz von Spielern, Teams und Organisationen steigern. Fortschrittliche Lösungen analysieren Spielerdaten, optimieren Leistung und treffen fundierte Entscheidungen. Diese Maßnahmen verbessern nicht nur die individuelle Leistung von E-Sportlern, sondern stärken das gesamte Ökosystem. SAP bietet maßgeschneiderte Lösungen für Gamer und Sportler und ist zu einer bekannten Marke in E-Sports geworden.

Das Unternehmen investierte stark ins Zuschauererlebnis, schuf durch Echtzeitanalysen und personalisierte Inhalte tieferes Interaktionserlebnis bei E-Sport-Events. Zuschauer erhielten maßgeschneiderte Informationen und Einblicke ins Spielgeschehen, was ihre Bindung an die E-Sports-Community stärkte und das Zuschauererlebnis verbesserte.

Zudem stärkt SAP konsequent sein Employer Branding im E-Sports-Bereich, indem es E-Sports in die Unternehmenskultur integriert und sich als attraktiver Arbeitgeber für technologiebegeisterte Talente positioniert. Partnerschaften mit E-Sports-Teams und innovative E-Sports-Lösungen unterstreichen SAPs Image als modernes Unternehmen.

Fazit

E-Sports und Gaming haben sich zu Schlüsselinstrumenten im modernen HR-Management entwickelt, insbesondere in den Bereichen des Employer Brandings und Recruitings. Sie bieten Unternehmen vielfältige Chancen, talentierte und technologiebegeisterte Mitarbeiter anzuziehen. Durch die Förderung von Schlüsselkompetenzen wie Teamwork, Konzentration und digitaler Kompetenz eröffnet E-Sports neue Wege, um den Anforderungen des modernen Arbeitsmarkts gerecht zu werden.

Mit innovativen Ansätzen wie Gamification im Recruiting und der Organisation von Gaming-Turnieren können Unternehmen ihre Attraktivität als Arbeitgeber steigern und potenzielle Kandidaten im „War for Talents“ gezielt ansprechen. Diese strategischen Maßnahmen ermöglichen es Unternehmen, sich als moderne und innovative Arbeitgeber zu positionieren, die die Bedürfnisse und Interessen der jungen, digital affinen Generation ansprechen.

Die Integration von E-Sports in die Unternehmenskultur bietet nicht nur Chancen im Recruiting, sondern trägt auch zur Förderung einer dynamischen und innovativen Arbeitsumgebung bei. E-Sports ist somit nicht nur eine Marketingplattform, sondern ein strategisches Instrument, das Unternehmen dabei unterstützt, wichtige organisatorische und kulturelle Transformationen zu schaffen, die für den langfristigen Erfolg in einer zunehmend digitalisierten Welt unerlässlich sind. Dieser Ansatz fördert nicht nur die direkte Rekrutierung und Bindung von Mitarbeitern, sondern trägt auch zur allgemeinen Stärkung der Marke und der Innovationsfähigkeit des Unternehmens bei.

Alexander Albrecht

Alexander Albrecht
Geschäftsführer, BUILD A ROCKET
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· Artikel im Heft ·

Spielerisches HR-Management
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