Sturz auf der Treppe im Homeoffice

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 Bild: pixabay.com
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Befindet sich ein Arbeitnehmer auf dem Weg von den Wohnräumen in der vierten Etage in sein Arbeitszimmer in der dritten Etage und stürzt dabei die Treppe hinunter, soll nach einem Urteil des LSG Nordrhein-Westfahlen vom 9.11.2020 (L 17 U478/19, Rev. eingelegt) kein Arbeitsunfall i. S. d § 8 Abs. 1 Satz 1 SGB VII vorliegen. Der Weg von der vierten in die dritte Etage sei weder als Weg nach dem Ort der Tätigkeit wegeunfallversichert noch als versicherter Betriebsweg anzusehen. Es fehle ein Durchschreiten der Haustür. Ein Betriebsweg scheide aus, weil sich der Kläger zum Zeitpunkt des Treppensturzes auf dem Weg in sein Arbeitszimmer zur erstmaligen Aufnahme seiner Versichertentätigkeit am Unfalltag befand. Damit läge eine bloße Vorbereitungshandlung vor.

Arbeitgeber sind oft verunsichert, wie sie mit Betroffenen umgehen sollen. Das Buch gibt ein umfassenden Einblick ins Thema.

Rainer Kuhsel

Rechtsanwalt, Wirtschaftsprüfer, Steuerberater, Köln
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Artikel Sturz auf der Treppe im Homeoffice
Seite 48
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