Annahmeverzugsansprüche und Auskunftspflicht

§§ 615 Satz 1, 241 BGB; § 11 Nr. 2 KSchG

Der Arbeitgeber hat gegen den Arbeitnehmer, der Vergütung wegen Annahmeverzugs fordert, einen Auskunftsanspruch über die von der Agentur für Arbeit und dem Jobcenter unterbreiteten Vermittlungsvorschläge. Grundlage des Auskunftsbegehrens ist eine Nebenpflicht aus dem Arbeitsverhältnis nach § 242 BGB.

BAG, Urteil vom 27.5.2020 – 5 AZR 387/19

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Bild: AlcelVision/stock.adobe.com
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Problempunkt

Die Beklagte fordert vom Kläger im Zusammenhang mit einer Klage auf Vergütung aus Annahmeverzug widerklagend Auskunft über von der Agentur für Arbeit und dem Jobcenter dem Kläger übermittelte Stellenangebote. Der Kläger ist bei der Beklagten seit Juni 1996 als Bauhandwerker beschäftigt. Die Beklagte kündigte ihm seit 2011 mehrfach, u. a. kündigte sie 2013 das Arbeitsverhältnis außerordentlich fristlos und hilfsweise ordentlich. Diese Kündigung wurde vom Kläger, ebenso wie vorangegangene und weitere, erfolgreich mit einer Kündigungsschutzklage angegriffen. Das Arbeitsverhältnis zwischen den Parteien besteht fort.

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Volker Stück

Volker Stück
Rechtsanwalt, Bonn

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Artikel Annahmeverzugsansprüche und Auskunftspflicht
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