Kündigung des der GF-Tätigkeit zugrunde liegenden Arbeitsvertrags

§ 14 Abs. 1 Nr. 1 KSchG

Der abberufene Geschäftsführer kann sich (vorerst) weiterhin auf den allgemeinen Kündigungsschutz berufen, solange er im Zeitpunkt der Kündigung seines Arbeitsvertrags nicht mehr Mitglied des Organs der juristischen Person ist.

(Leitsatz der Bearbeiter)

LAG Berlin-Brandenburg, Urteil vom 21.11.2018 – 17 Sa 916/18

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Bild: beeboys/stock.adobe.com
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Problempunkt

Im Mittelpunkt der Entscheidung steht die Frage, ob ein Geschäftsführer, der auf Grundlage eines Arbeitsvertrags zum Organ einer juristischen Person berufen wurde, dem allgemeinen Kündigungsschutz unterfällt, wenn er zunächst als Geschäftsführer abberufen und sein Arbeitsvertrag erst danach gekündigt wurde. Nach § 14 Abs. 1 Nr. 1 KSchG gelten die Vorschriften des allgemeinen Kündigungsschutzes nicht für die Mitglieder des Organs, das zur gesetzlichen Vertretung der juristischen Person berufen ist.

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Justus Frank

Maître en droit, LL.M., Rechtsanwalt, Hogan Lovells International LLP, Düsseldorf

Dr. Kerstin Neighbour

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Artikel Kündigung des der GF-Tätigkeit zugrunde liegenden Arbeitsvertrags
Seite 732
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