Mindestlohnanspruch bei Unterbrechung des Praktikums

§ 22 Abs. 1 Satz 2 Nr. 2 MiLoG

Die vereinbarte Nachholung aufgrund eines Unterbrechungszeitraums im Orientierungspraktikum führt nicht zu einer Überschreitung der von § 22 Abs.1 Satz 2 Nr. 2 MiLoG höchstens zulässigen dreimonatigen Praktikumsdauer und einem damit verbundenen Anspruch auf Zahlung des Mindestlohns.

(Leitsatz des Bearbeiters)

BAG, Urteil vom 30.1.2019 – 5 AZR 556/17

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Problempunkt

Nach § 1 Abs. 1 MiLoG hat jeder Arbeitnehmer Anspruch auf den gesetzlichen Mindestlohn. Im Sinne des MiLoG ist nach § 22 Abs. 1 Satz 2 Nr.2 MiLoG jeder Praktikant ein Arbeitnehmer, es sei denn, dass er ein Praktikum von bis zu drei Monaten zur Orientierung für eine Berufsausbildung leistet.

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Benjamin Onnis

RA und FA für Arbeitsrecht

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Artikel Mindestlohnanspruch bei Unterbrechung des Praktikums
Seite 551
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