Zwanzig Fragen an Jochen Joa

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 Jochen Joa - Head of Industrial Relations & Labor Law beim britischen Pharmakonzern GlaxoSmithKline (GSK) mit Sitz in München
Jochen Joa - Head of Industrial Relations & Labor Law beim britischen Pharmakonzern GlaxoSmithKline (GSK) mit Sitz in München

Was und wo haben Sie gelernt?
Ich habe Jura im schönen Frankenland und im genauso schönen Andalusien studiert.

Wären Sie nicht Arbeitsrechtler geworden, was dann?
Spezialist für Verhandlungsführung.

Warum haben Sie sich für Ihren Beruf entschieden?
Das war eine Entscheidung nach den Erfahrungen verschiedener Stationen im juristischen Referendariat: Strafrecht bei Gericht zu blutig, Verwaltungsrecht in der Behörde zu langweilig, Familienrecht beim Anwalt zu viel menschliches Drama, Arbeitsrecht im Unternehmen: Das hat mir Spaß gemacht.

An meinem Beruf fasziniert mich/mag ich besonders, …
… dass er nicht nur aus dem Ausfüllen von Excel-Sheets besteht.

Wenn ich an meine ersten Berufsjahre denke, …
… waren sie von viel Idealismus geprägt.

Welcher Rat hat Ihnen auf Ihrem beruflichen Weg am meisten genützt?
Sei bei allem Idealismus auch realistisch und pragmatisch, aber werde niemals zynisch.

Welche (sozialen) Netzwerke nutzen Sie?
Beruflich: Xing und Verbände (vor allem BVAU).

Welche berufliche Entscheidung würden Sie rückwirkend anders treffen?
Zu Beginn meiner beruflichen Laufbahn habe ich zu viel auf die Lehrbuchmeinungen akademischer Theoretiker gegeben. Schwimmen lernt man in der Praxis und nicht durch die Lektüre eines Schwimmbuches. Genauso ist es im Beruf.

Arbeitnehmer sind dann gut, wenn …
… sie (vor allem als Juristen) helfen, Probleme zu lösen, anstatt anderen mitzuteilen, warum etwas nicht funktioniert.

Was war Ihre beruflich schwerste Entscheidung?
Nach dem Referendariat zwischen zwei guten Angeboten von Epcos und der Kirch-Gruppe zu entscheiden. Kurze Zeit nach meiner Entscheidung gab Rolf Breuer sein berühmtes Interview, das zur Insolvenz der Kirch-Gruppe führte.

Welche Themen sind für Sie die wichtigsten der nächsten zwölf Monate?
Wie werden Deutschland und die Welt mit der Flüchtlingskrise fertig und ist meine Familie gesund?

Arbeit bedeutet mir …
… bei GSK einen kleinen Beitrag dazu leisten zu können, dass es kranken Menschen wieder besser geht. Und natürlich die Möglichkeit, meine Rechnungen zu bezahlen. ;-)

Was fällt Ihnen zu „Arbeit und Arbeitsrecht“ ein?
Verzichtet auf Theoretiker-Abhandlungen ohne Praxisnutzen.

Was lesen Sie in AuA zuerst?
Was mich bei meinen beruflich aktuell anliegenden Themen unterstützt.

Welche Rituale pflegen Sie?
Mit meinen beiden kleinen Jungs am Samstag zusammen Sportschau anschauen und wann immer es möglich ist, mit ihnen nach der Arbeit noch eine halbe Stunde Fußball zu spielen.

Mit wem würden Sie gerne mal ein Bier trinken?
Mit Carlo Ancelotti, um mit ihm bei einem Hellen darüber zu sprechen, wie er die Bayern nächstes Jahr noch besser machen will.

Wohin würden Sie gerne einmal reisen?
Ich hoffe, ich schaffe es noch, den Perito Moreno zu sehen, bevor er weggeschmolzen ist.

Welches ist Ihr Lieblingsbuch?
Die Säulen der Erde. Ich konnte nicht aufhören zu lesen.

Ihre größte Leidenschaft ist …
… meine Familie, Fußball und Basketball.

Verraten Sie uns Ihr Lebensmotto?
Ich halte mich an die stark vereinfachte Form des kategorischen Imperativs: Was Du nicht willst, dass man Dir tu, das füg auch keinem anderen zu.

Vita: Studium an der Bay. Julius-Maximilians-Universität in Würzburg und der Universidad de Granada. Referendariat am OLG Bamberg mit Stationen bei Daimler, Henkel/Schwarzkopf und Oetker/Columbus Line. Seit 2001 als Rechtsanwalt zugelassen. Nach Tätigkeiten bei Epcos, Siemens und Atos verantwortet er seit drei Jahren das Arbeitsrecht bei GSK Deutschland und fungiert als Schnittstelle zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmervertretungen auf allen Ebenen des Konzerns. Vor seiner jetzigen Aufgabe arbeitete Jochen Joa u. a. als Arbeitsrechtsexperte für internationales Outsourcing und PPP-Deals.

Redaktion (allg.)

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