Anschlussbefristung im Konzern

1. Die auf zwei Jahre vereinbarte sachgrundlose Befristung eines Arbeitsvertrags zwischen einem (Leih-)Arbeitnehmer und einem Verleiher, der den (Leih-)Arbeitnehmer an seinen ehemaligen Vertragsarbeitgeber überlasst, bei dem er zuvor zwei Jahre sachgrundlos befristet beschäftigt war, ist wirksam.

2. Das Verbot der Anschlussbeschäftigung gemäß § 14 Abs. 2 Satz 2 TzBfG ist auch bei konzernverbundenen Arbeitgebern nur dann verletzt, wenn Vertragspartner des (Leih-)Arbeitnehmers jeweils dieselbe natürliche oder juristische Person ist.

(Leitsätze des Bearbeiters)

BAG, Urteil vom 18. Oktober 2006 - 7 AZR 145/06 §§ 14 Abs. 2 Satz 2 TzBfG; § 1 Abs. 3 Nr. 2 AÜG

1106
Bild: WavebreakmediaMicro/stock.adobe.com
Bild: WavebreakmediaMicro/stock.adobe.com

Problempunkt

Die Klägerin war als Kundenbetreuerin bei einer Konzerngesellschaft beschäftigt. Ihr Arbeitsvertrag war auf zwei Jahre sachgrundlos befristet. Nach Ablauf schloss sie mit einer Konzernschwestergesellschaft einen erneut auf zwei Jahre sachgrundlos befristeten Anschlussarbeitsvertrag. Die Konzernschwestergesellschaft, ein Verleihunternehmen i.S.v. § 1 Arbeitnehmerüberlassungsgesetz (AÜG), stellte die Klägerin für die gesamten zwei Jahre ihrer ehemaligen Vertragsarbeitgeberin zur Verfügung. Dort war sie auf ihrem bisherigen Arbeitsplatz in unveränderter Funktion als Kundenbetreuerin tätig.

Weiterlesen mit AuA-Digital

Um den kompletten Artikel zu lesen benötigen Sie AuA-Digital oder AuA-Complete. Mehr Informationen zu unseren Produkten »

 

Falls Sie Fragen zu unseren Produkten oder Ihrem Bezugsstatus haben, können Sie unseren Leserservice kontaktieren »

Redaktion (allg.)

◂ Heft-Navigation ▸

Artikel Anschlussbefristung im Konzern
Premium
Bild Teaser
Body Teil 1

Problempunkt

Die Beteiligten streiten über die Aufhebung von Einstellungen. Die Arbeitgeberin ist eine deutsche Gesellschaft des A-Konzerns

Premium
Bild Teaser
Body Teil 1

Problempunkt

Bei der Ablösung von Richtlinien, auf die zur Berechnung einer Gratifikation im Arbeitsvertrag Bezug genommen wird, durch eine

Frei
Bild Teaser
Body Teil 1

Problempunkt

Die Parteien stritten über die Rechtmäßigkeit eines Unterstützungsstreiks (auch als „Sympathiestreik“ oder „Solidaritätsstreik“

Frei
Bild Teaser
Body Teil 1

Problempunkt

Die beklagte Arbeitgeberin ist ein Unternehmen der S-Gruppe. Sie nahm ihre Geschäftstätigkeit am 1.9.2011 auf, um in B

Frei
Bild Teaser
Body Teil 1

Problempunkt

Der Karstadt-Quelle-Konzern (nunmehr: Arcandor-Gruppe) betrieb mit einer Konzerngesellschaft ein Callcenter. Dieses war für

Premium
Bild Teaser
Body Teil 1

Problempunkt

Die Beendigung von Arbeitsverhältnissen durch Kündigung oder Auflösungsvertrag bedarf zu ihrer Wirksamkeit gem. § 623 BGB der Schriftform