Mobbing-Folgen keine Berufskrankheit

Die gesundheitlichen Folgen von Mobbing stellen weder eine Berufskrankheit noch einen Arbeitsunfall dar, so dass der betroffene Arbeitnehmer keinen Anspruch auf Leistungen der gesetzlichen Unfallversicherung hat.

(Leitsatz des Bearbeiters)

Hessisches LSG, Urteil vom 23. Oktober 2012 – L 3 U 199/11 (rk.)

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Bild: Erwin-Wodicka / stock.adobe.com
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Die Klägerin war seit sechs Jahren als Schreibkraft bei einer Stadt beschäftigt. Sie fühlte sich gemobbt, weil andere Mitarbeiter sie mieden und über ihre Person schwer wiegende negative Gerüchte in Umlauf waren. Hierfür machte sie einen Kollegen verantwortlich, mit dessen Vater sie privaten Streit wegen eines Mietverhältnisses hatte, was auch zu einem Zerwürfnis unter ihnen führte. Seitdem leidet sie an attestierten schwer wiegenden psychischen Gesundheitsstörungen (u. a. Depression), die ambulant und stationär behandelt wurden.

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