Schichtzulage von Teilzeitbeschäftigten

1. Beschäftigte in Teilzeit, die ständig in Schicht- oder Wechselschicht arbeiten, haben im Anwendungsbereich des TVöD nur Anspruch auf die anteilige Schicht- oder Wechselschichtzulage entsprechend ihrem individuellen Beschäftigungsumfang.

2. Erhalten Teilzeitbeschäftigte gemäß dem Pro-rata-temporis-Grundsatz in § 4 Abs. 1 TzBfG quantitativ weniger Arbeitsentgelt oder geldwerte Leistungen, liegt darin keine widerrechtliche Ungleichbehandlung.

(Leitsätze der Bearbeiterin)

BAG, Urteil vom 24. September 2008 – 10 AZR 634/07

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Bild: Stefan-Yang / stock.adobe.com
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Problempunkt

Die Klägerin ist in einem Krankenhaus als Teilzeitbeschäftigte mit 50 % des vollen Arbeitsumfangs tätig. Auf das Arbeitsverhältnis sind die Bestimmungen des Tarifvertrags für den öffentlichen Dienst (TVöD) anwendbar. Die Klägerin arbeitet ständig im Schicht- und Wechselschichtdienst, wofür ihr nach TVöD Zulagen zustehen - in voller Höhe, wie sie meinte. Das beklagte Krankenhaus zahlte ihr jedoch lediglich 50 % der Zulagen aus. Es berief sich auf § 24 Abs. 2 TVöD.

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