Ausbildungsmarkt: Entwicklung zum Bewerbermarkt setzt sich fort

Bild: AdobeStock/Julien Eichinger
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Der Arbeitskräftemangel betrifft auch Ausbildungsstellen. Während die Chancen für Bewerber, einen Ausbildungsplatz zu erhalten, besser stehen als je zuvor, kämpfen Unternehmen mit großen Schwierigkeiten, die zur Verfügung stehenden Stellen zu besetzen. Das zeigt Ausbildungsmarktbilanz 2021/22 der Bundesagentur für Arbeit.  

Unternehmen meldeten den Agenturen für Arbeit sowie den Jobcentern im Zeitraum von Oktober 2021 bis September 2022 546.000 Berufsausbildungsstellen, darunter 528.300 Stellen zur betrieblichen Ausbildung. Das entspricht insgesamt einem Plus von 23.100 Stellen gegenüber dem vorherigen Beratungsjahr, 19.900 bei der betrieblichen Ausbildung. Auf der Bewerberseite beanspruchten mit 422.400 Personen 11.100 weniger als im Vorjahreszeitraum die Vermittlung eines Ausbildungsplatzes. Statistisch gesehen gab es für 100 zur Verfügung stehende Ausbildungsstellen lediglich 80 Bewerber.

Begründen lässt sich diese Entwicklung sowohl mit dem demografischen Wandel als auch dem veränderten Bildungsverhalten sowie der voranschreitenden Digitalisierung. Zudem spielen auch regionale, berufsfachliche und qualifikatorische Ungleichgewichte eine Rolle. So hatten insbesondere Betriebe aus der Lebensmittel- und Metallindustrie, Bau- und Baunebenberufen sowie dem Hotel- und Gaststättengewerbe Probleme bei der Suche nach Auszubildenden.

Jedoch verlief diese auch bei 22.700, also 5 % der Bewerber ohne Erfolg. Insgesamt konnte bis Ende September mit 198.700 Auszubildenden knapp die Hälfte in Betrieben untergebracht werden. Das entspricht einem Rückgang um 900 Personen im Verglich zum Vorjahreszeitraum.

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