Grüne Transformation: Lassen sich Klimaneutralität und Wirtschaftlichkeit vereinbaren?

Bild: AdobeStock/Shutter2U
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Der Klimawandel macht auch vor der Arbeitswelt nicht halt. Eine Vielzahl an Unternehmen befasst sich seit einiger Zeit mit Überlegungen rund um Klimaschutz und Wettbewerbsfähigkeit. In der „PEAG Personaldebatte zum Frühstück“ vom 17.10.2023 diskutierten Jens Loock, Geschäftsführer Personal der Salzgitter Flachstahl GmbH, und Dr. Wolfgang Strengmann-Kuhn, MdB, Bündnis90/Die Grünen, die Frage „Industriestandort Deutschland – Wo stehen wir bei der Transformation?“.

Die Stahlindustrie gehört aufgrund ihrer CO2-Emissionen zu den klimaschädlichsten Industrien und könnte daher mit gutem Beispiel vorangehen. Loock verdeutlichte die wichtige Rolle von Qualifizierung und Weiterbildung sowie Investitionen im Prozess hin zur Klimaneutralität. „Während des laufenden Betriebs werden komplett neue Anlagen auf dem Werksgelände Salzgitter errichtet, ab 2033 soll bei uns planmäßig kein traditioneller Hochofen mehr produzieren“, so Loock. Gleichzeitig wies er darauf hin, dass die Klimaschutzanforderungen auch an Produzenten aus Drittstaaten gestellt werden müssen, da andernfalls deutsche und EU-Hersteller nicht wirtschaftlich produzieren könnten.

Strengmann-Kuhn betonte die Erforderlichkeit von Unterstützungsleistungen an Unternehmen aus dem Klima- und Transformationsfonds. Denn eine Transformation dürfe nicht zulasten der Belegschaft gehen. Daher sei auch eine stärkere Mitbestimmung der Beschäftigten anzustreben. Auch für ihn stellt Qualifizierung dabei einen Schlüssel zum Erfolg dar. Die Unternehmen benötigten zur Ausbildung und Einstellung von Fachkräften Planungssicherheit und Unterstützung: „Nur gemeinsam mit den Gewerkschaften, den Beschäftigten und den Stahlwerkbetreibern können wir die Ziele erreichen.“

Von diesem Wandel sind auch Personalabteilungen betroffen, die entsprechend am Prozess zu beteiligen sind. Im Rahmen der Umschulungen können bspw. Beschäftigtentransfers sowie der Einsatz von Zeitarbeit erforderlich sein.

Lesen Sie zu diesem Thema folgenden Artikel aus AuA 9/23:

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