HR als strategischer Partner
Personalabteilungen stecken seit einiger Zeit in der Dauerkrise: Fachkräftemangel, Digitalisierung, Wertewandel, hohe Wechselbereitschaft und zahlreiche weitere Baustellen. Umso wichtiger ist es, dass die Geschäftsleitung HR in die Unternehmensstrategie einbindet. Eine Studie des HR-Softwareanbieters Personio zeigt zudem, dass hier oftmals Werkzeuge fehlen, die für einen proaktiven Umgang mit Zukunftsthemen notwendig sind.
Zwei Drittel der Führungskräfte gaben an, dass HR an Bedeutung gewinne. Ein Drittel möchte HR als strategischen Partner. Etwas mehr als zwei Drittel der Personalteams dagegen machte deutlich, dass ihre Verwaltungsaufgaben, sie davon abhalten, sich mit strategischen Themen zu befassen. Um HR entsprechend einbinden zu können, sind daher neue Strukturen und Formen der Zusammenarbeit notwendig.
Die Studienergebnisse zeigen, dass sich Geschäftsführung und Personalabteilung ein tieferes Verständnis für die Prioritäten des jeweils anderen aneignen und letztere aktiv in Entscheidungen einbezogen sowie ihr ausreichend Ressourcen zur Verfügung gestellt werden müssen. Allerdings räumte knapp die Hälfte der Befragten aus dem C-Level ein, ihr HR-Team nicht mit Sicherheit effektiv und strategisch einsetzen zu können.
Ein wichtiger Faktor ist auch KI. Laut zwei Dritteln der C-Level-Führungskräfte wird KI einen signifikanten Einfluss auf die Personalarbeit haben. Fast drei Viertel der Entscheider in Unternehmen gaben an, dass sich Personaler vertieft in das Thema einarbeiten müssen. Entsprechende Weiterbildungen sollten aktuell einen enorm hohen Stellenwert haben. Generell sind 58 % der Meinung, dass ihr HR-Team seine Fähigkeiten hinsichtlich digitaler Transformation ausbauen muss, um am Puls der Zeit zu bleiben. „HR-Teams müssen sich neu erfinden und ihr volles Potential entfalten“, sagt Cassandra Hoermann, Head of Employer Brand & Experience bei Personio.
