Jobzufriedenheit: anhaltend hohe Wechselbereitschaft

Bild: AdobeStock/LEX STUDIO
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Im Rahmen einer Langzeitstudie befragt forsa im Auftrag von onlyfy by XING regelmäßig Arbeitnehmer aus dem DACH-Raum zu Themen rund um Jobzufriedenheit und Wechselbestrebungen. In der Befragungswelle aus dem Januar 2023 zeigte sich die Wechselbereitschaft der Befragten zum zweiten Mal in Folge hoch.

Insgesamt denken 40 % der befragten Arbeitnehmer zumindest über einen Wechsel nach. Mit fast jedem Zweiten zeigen sich Beschäftigte im Alter zwischen 30 und 39 Jahren besonders wechselbereit. 40 % von ihnen haben zwar noch keine konkreten Schritte unternommen, schließen einen Jobwechsel aber nicht aus. Weitere 9 % sind sogar aktiv auf der Suche nach einem neuen Arbeitgeber. Zu geringe Aufstiegschancen sind dabei für etwa ein Drittel dieser Altersgruppe Beweggrund für einen Wechsel.

Der Lohn ist durch alle Generationen hinweg das wichtigste Wechselmotiv. Zwei Drittel wünschen sich ein höheres Gehalt. Weitere Faktoren sind flexible Arbeitszeiten (66 %), das Führungsverhalten (63 %) sowie die Unternehmenskultur (60 %).

Neben dem Alter ist auch das Geschlecht ausschlaggebend für die Gewichtung der Kriterien: Während sich ein Drittel der Männer wegen Überlastung nach neuen Stellen umsieht, sind es bei den Frauen 42 %. Ein Viertel der männlichen und 37 % der weiblichen Beschäftigten sind mit ihrer aktuellen Führungskraft unzufrieden. Angebote wie Homeoffice sind für jeweils etwa die Hälfte attraktiv (Frauen: 54 %, Männer: 48%).

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