Die Zunahme von Fehlzeiten aufgrund von psychischen Belastungen und Erkrankungen hält Arbeitgeber vor Augen, dass das mentale Wohlbefinden der Mitarbeiter keine Privatsache mehr ist. Unternehmen sehen sich Arbeitnehmern gegenüber, die mit einem hohen Stresslevel zu kämpfen haben. Die Ursachen sind zwar vielfältig, haben ihren Ursprung aber oftmals am Arbeitsplatz.
Reinhild Fürstenberg, Gründerin des gleichnamigen Instituts und Mental Health Expertin, hat einmal zusammengefasst, was insbesondere die Unternehmensführung tun kann, um den steigenden Fehlzeiten entgegenzuwirken:
- Gesundheit gehört auf die Agenda der Geschäftsführung
Personalabteilung, Betriebsrat und Management müssen gemeinsam agieren und dürfen die Verbesserung der Alltagsstrukturen und –Prozesse nicht allein den BGM-Verantwortlichen überlassen, so es sie denn überhaupt gibt.
- Psychisch belastete Mitarbeiter an die Hand nehmen
Es sollte im Vorfeld ein klarer und transparenter Prozess existieren, der den Umgang mit betroffenen Kollegen vorzeichnet und so Handlungssicherheit bei allen Beteiligten schafft.
- Mental Health Coaching zur Prävention
Arbeitnehmer sollten die Möglichkeit haben, frühzeitig und selbstständig ggf. externe Beratung in Anspruch zu nehmen. Hierzu müssen auch Führungskräfte speziell geschult werden, um ebenfalls als Ansprechpartner fungieren zu können.
- Ständige Weiterentwicklung und Verbesserung der Arbeitsbedingungen
Die Unternehmenskultur ist hier gefragt. Als ein Teil dieser ist die Gesundheitskultur verantwortlich dafür, dass Gesundheit i. V. m. der Produktivität der Beschäftigten überall mitgedacht wird. Dazu gehört insbesondere die regelmäßige Durchführung der ohnehin gesetzlich verpflichtenden Gefährdungsbeurteilung psychischer Belastungen.
- Mentale Gesundheit ins Rampenlicht
Die offene Kommunikation über das Thema mentale Gesundheit ist Voraussetzung für die Minimierung der Belastungen. So wird mit einem vermeintlichen Tabu gebrochen und es werden aufkommende Probleme präventiv angegangen.
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