Vorstandsvergütung: Frauen verdienen mehr

Bild: AdobeStock/Knut
Bild: AdobeStock/Knut

Was verdienen Vorstandsmitglieder deutscher Spitzenunternehmen? Das Mixed Compensation Barometer 2022 der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft EY vergleicht die Gesamtdirektvergütung weiblicher und männlicher Vorstandmitglieder gelisteter Unternehmen in Deutschland.

Insgesamt hat sowohl die Vergütung der männlichen als auch der weiblichen Vorstandsmitglieder im vergangenen Jahr ein Rekordhoch erreicht. Die Frauen verdienten im Durchschnitt 16,6 %, die Männer sogar 25,2 % mehr als im Vorjahr. Frauen verdienten dabei durchschnittlich 348.000 Euro mehr als ihre männlichen Kollegen. Im DAX ist dieser Trend bereits seit dem Jahr 2016 zu beobachten.

Auch im SDAX überstieg die durchschnittliche Gesamtdirektvergütung von Frauen im Jahr 2021 die der Männer um 18,1 %. Im Gegensatz zur Vergütung der Männer, die im vergangenen Jahr um 2 % anstieg, sank die der Frauen allerdings um 6,9 %. Auch hinsichtlich der Vergütungsstruktur gibt es zwischen DAX und SDAX kaum Unterschiede: In Dax-Unternehmen besteht das Gehalt sowohl bei Frauen als auch bei Männern zu knapp drei Viertel aus variablen Komponenten, im SDAX zu etwas mehr als der Hälfte. Unterschiede bestehen insbesondere zum MDAX: Hier beträgt der variable Vergütungsanteil 57,5 % bei den Frauen und 61,2 % bei den Männern. Auch die durchschnittliche Gesamtvergütung von Frauen liegt im MDAX unter der der Männer.

 

Lesen Sie zu diesem Thema folgenden Artikel aus AuA 11/22:

Einige Unternehmen sehen es als Möglichkeit, ihr Engagement für Nachhaltigkeit zu unterstreichen, indem sie die Vergütung von Führungskräften mit Umwelt-...

Informative Online-Seminare: z.B. Arbeitsrecht, Arbeitsverträge, Elternzeit, Pflegezeit, Arbeitszeit, Entgelt, Leistung, Kündigung...

Printer Friendly, PDF & Email

Die Anzahl weiblicher Vorstandsmitglieder in deutschen börsennotierten Unternehmen hat sich in den letzten fünf Jahren mehr als verdoppelt. Während

Heute ist „Equal Pay Day“, ein internationaler Aktionstag für gleiche Bezahlung von Frauen und Männern. Er soll symbolisch den geschlechtsspezifischen

Klagt eine Frau auf gleiches Entgelt für gleiche oder gleichwertige Arbeit, begründet der Umstand, dass ihr Entgelt geringer ist als das vom

Die weiterhin bestehenden Gehaltsunterschiede von etwa 20 % zwischen männlichen und weiblichen Beschäftigten sind immer wieder Gegenstand von

Eine Versorgungsregelung kann wirksam Beschäftigte von Leistungen der betrieblichen Altersversorgung ausschließen, die bei Beginn des

Die wirtschaftlichen Folgen der Corona-Pandemie lassen sich für das 2. Quartal dieses Jahres an einem durchschnittlichen Rückgang von 2,2 % (Vergleich