Weiterbildung als nationale Strategie

Quelle: Pixabay
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Mit der am 12. Juni 2019 in Berlin vorgestellten Nationalen Weiterbildungsstrategie von Bund, Ländern, Wirtschaft, Gewerkschaften und der Bundesagentur für Arbeit wird erstmals in der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland einer neuen Kultur der beruflichen Weiterbildung Rechnung getragen.

Dazu Anja Karliczek, Bundesministerin für Bildung und Forschung: „Die Vorstellung der Nationalen Weiterbildungsstrategie ist ein Meilenstein für die berufliche Weiterbildung in Deutschland. Wir wollen in Deutschland eine echte Weiterbildungskultur entwickeln. Weiterbildung im Beruf muss in der Zukunft zum Arbeitsalltag gehören. Die Weiterbildung muss so ausgestaltet sein, dass sie die Beschäftigten nicht überfordert, sondern sie motiviert, sich fortzubilden.“ So sollen u. a. modulare interaktive Lernplattformen entwickelt sowie das Aufstiegs-BAföG grundlegend erhöht werden.

Hubertus Heil, Bundesminister für Arbeit und Soziales, betonte: „Wenn wir die Chancen des digitalen Wandels nutzen wollen, muss Deutschland mehr in Qualifizierung und Weiterbildung investieren. Das ist der Dreh- und Angelpunkt, um die Beschäftigungsfähigkeit von Arbeitnehmern zu erhalten, Arbeitslosigkeit zu verhindern, bevor sie im Wandel entsteht und gleichzeitig die Fachkräftebasis zu sichern.“ Dank der Nationalen Weiterbildungsstrategie sollen konkrete Maßnahmen wie der Anspruch auf das Nachholen eines Berufsabschlusses, die deutliche Stärkung der Weiterbildungsberatung durch die Bundesagentur für Arbeit und die Förderung von regionalen Weiterbildungsverbünden realisiert werden.

Detlef Scheele, Vorstandsvorsitzender der Bundesagentur für Arbeit, sieht in der Strategie vornehmlich die Möglichkeit zur Prävention: „Berufliche Bildung, die den aktuellen Anforderungen entspricht, bietet den besten Schutz vor Arbeitslosigkeit. Mit dem Qualifizierungschancengesetz als Rahmen der Nationalen Weiterbildungsstrategie können wir Beschäftigte noch besser mit Weiterbildungsberatung und deren Betriebe mit finanziellen Förderleistungen unterstützen, damit Arbeitslosigkeit gar nicht erst entsteht.“

Bund, Länder, Wirtschaft, Gewerkschaften und die Bundesagentur für Arbeit bündeln mit der Nationalen Weiterbildungsstrategie ihre Bemühungen für Weiterbildung und Qualifizierung, sodass der Strukturwandel erfolgreich gestaltet und Weiterbildung als selbstverständlicher Teil des Lebens verstanden werden kann. Gegenwärtig und zukünftig Erwerbstätige sollen dabei unterstützt werden, ihre Qualifikationen und Kompetenzen im Wandel der Arbeitswelt weiterzuentwickeln.

Die Nationale Weiterbildungsstrategie ist ein wesentliches Vorhaben aus dem Koalitionsvertrag und ein inhaltlicher Schwerpunkt der Fachkräftestrategie der Bundesregierung. Die Partner der Nationalen Weiterbildungsstrategie werden diese im stetigen Austausch umsetzen und 2021 einen gemeinsamen Bericht zur Überprüfung des Status quo und der Handlungsziele und ggf. deren Weiterentwicklung vorlegen.

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