Zwanzig Fragen an Ralf Giesen

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 Ralf Giesen - Arbeitsdirektor/ Personalvorstand RWE Power, Essen
Ralf Giesen - Arbeitsdirektor/ Personalvorstand RWE Power, Essen

Was und wo haben Sie gelernt?
Studium der Volkswirtschaftslehre in Essen. In verschiedenen Funktionen (u. a. Gewerkschaftssekretär, Aufsichtsrat, Geschäftsführer) den Ansatz des „lebenslangen Lernens“ aktiv verfolgt.

Wären Sie nicht Personaler geworden, was dann?
Meine Aufgaben haben mir immer so viel Spaß gemacht, dass ich mir die Frage nicht gestellt habe.

Warum haben Sie sich für Ihren Beruf entschieden?
Meine Entscheidung für eine Gewerkschaft zu arbeiten, war eine politische. Arbeitsdirektor zu sein, ist Berufung im doppelten Sinne: Zum einen muss man von Gewerkschaft und Arbeitnehmervertretern getragen werden, und zum anderen muss man sich für diese spezielle, ausgleichende Rolle auch berufen fühlen.

An meinem Beruf fasziniert mich/mag ich besonders …
… tagtäglich mit unterschiedlichen Menschen und Interessen umzugehen und gemeinsam faire und für alle Beteiligten möglichst gerechte Lösungen zu finden.

Wenn ich an meine ersten Berufsjahre denke, …
… rufe ich mir Folgendes in Erinnerung: War ich zu Beginn eher fachlich theoretisch und mit Zahlen unterfüttert unterwegs, konnte ich dieses Wissen dann in der Praxis anwenden. Über die Zeit habe ich unterschiedliche Erfahrungen gesammelt, insbesondere in der Zusammenarbeit, Konfliktlösung und Kompromisssuche mit anderen, die mir heute zugutekommen.

Welcher Rat hat Ihnen auf Ihrem beruflichen Weg am meisten genützt?
Zu akzeptieren, was nicht zu ändern ist, und sich selbst treu zu bleiben.

Welche (sozialen) Netzwerke nutzen Sie?
Im engen familiären und Freundeskreis Facebook und WhatsApp. Aber: Netzwerke und Kontaktpflege im realen Leben sind für mich viel bedeutsamer und belastbarer.

Welche berufliche Entscheidung würden Sie rückwirkend anders treffen?
Mir fällt glücklicherweise keine ein.

Arbeitnehmer sind dann gut, wenn …
… sie motiviert sind, sie auch mal links und rechts vom Weg schauen und sich für ihr Unternehmen wie auch für ihre Kollegen engagieren.

Was war Ihre beruflich schwerste Entscheidung?
Auch wenn man sich bei allen wesentlichen Veränderungen im Leben ein paar Nächte fragt, ob es der richtige Weg ist: Im Nachhinein betrachtet war alles gut.

Welche Themen sind für Sie die wichtigsten der nächsten zwölf Monate?
Zukunftsperspektiven zu schaffen für unsere Beschäftigten vor dem Hintergrund der besonderen energiewirtschaftlichen Herausforderungen (Stichwort: Strukturwandelkommission).

Arbeit bedeutet mir …
… zweierlei: Zum einen bereichert sie das Leben enorm, wenn es eine spannende Aufgabe gibt, und andererseits braucht man ein motiviertes Arbeitsumfeld. Beides habe ich. Und es ist nicht zu vernachlässigen, dass Arbeit natürlich die Einkommensquelle ist.

Was fällt Ihnen zu „Arbeit und Arbeitsrecht“ ein?
In einem Unternehmen gibt es immer wieder Situationen, wo unterschiedliche Auffassungen aufeinandertreffen. Das Arbeitsrecht setzt dann zwar den Rahmen – doch meines Erachtens ist es viel wichtiger, auch in Konflikten gemeinsame Lösungen zu finden.

Was lesen Sie in AuA zuerst?
Das Inhaltsverzeichnis. Hier finde ich einen Überblick über alle Inhalte und kann dann entscheiden, was für mich in der Ausgabe die relevantesten Beiträge sind.

Welche Rituale pflegen Sie?
Zum Frühstück (Müsli & Latte Macchiato) erst mal die Zeitung lesen – und dann einen Blick in den Pressespiegel werfen, um gut informiert in den Tag starten zu können.

Mit wem würden Sie gerne mal ein Glas Wein trinken?
Am liebsten mit Freunden bei einem guten Essen.

Wohin würden Sie gerne einmal reisen?
Nach Australien oder quer durch die USA mit dem Motorrad – dafür braucht es aber Zeit.

Welches ist Ihr Lieblingsbuch?
Das nächste, das ich lese.

Ihre größte Leidenschaft ist …
… Zeit mit der Familie und guten Freunden bei ganz unterschiedlichen Freizeitaktivitäten zu verbringen.

Verraten Sie uns Ihr Lebensmotto?
Als Rheinländer zählen für mich natürlich Rheinische Weisheiten: „Et es wie et es“ und „Et kütt wie et kütt“. Und vor allem: „Et hätt noch emmer joot jejange.“ Es gibt noch paar mehr.

Vita: 1991–2014 Gewerkschaftssekretär IG BE/IG BCE. 2014–2018 Geschäftsführer Vivawest. Seit August 2018 Personalvorstand/ Arbeitsdirektor RWE Power.

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Redaktion (allg.)

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Artikel Zwanzig Fragen an Ralf Giesen
Seite 172
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Body Teil 1

Was und wo haben Sie gelernt?
Ausbildung zur Handelsassistentin bei Hertie, DiplomstudiumPsychologie an der Christian-Albrechts-Universität in Kiel,

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Body Teil 1

Was und wo haben Sie gelernt?
Studium der Rechtswissenschaft in Hamburg, Referendariat in Hamburg. Diverse Nebenjobs im Hamburger Hafen.

Wären Sie

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Body Teil 1

Was und wo haben Sie gelernt?
Studium der Rechtswissenschaften und Referendariat mit Schwerpunkt Arbeitsrecht in Hamburg.

Wären Sie nicht

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Was und wo haben Sie gelernt?
Studium der Rechtswissenschaften an der Rheinischen Friedrich-Wilhelm-Universität in Bonn.

Wären Sie nicht

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Body Teil 1

Was und wo haben Sie gelernt?
Verlagskauffrau im wissenschaftlichen Springer-Verlag, Rechtswissenschaft an der FU Berlin und MBA in Bled, Slowenien.

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Body Teil 1

Was und wo haben Sie gelernt?
Nicht aufzugeben, was auch passiert. Wo: im Leben und mit den beteiligten Personen.

Wären Sie nicht Betriebswirt geworden