Zwanzig Fragen an Volker Stück

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 Volker Stück - Rechtsanwalt, Leiter Personal & Compliance Beauftragter Hochspannungstechnik, ABB AG, Hanau
Volker Stück - Rechtsanwalt, Leiter Personal & Compliance Beauftragter Hochspannungstechnik, ABB AG, Hanau

Was und wo haben Sie gelernt?
Rechtswissenschaft in Studium (Göttingen), Referendariat (Kassel) und Praxis sowie Personal von der Pike auf „on the job“.

Wären Sie nicht Arbeitsrechtler geworden, was dann?
Mein Wunschberuf und besonderes Interesse als Jugendlicher war Paläontologe, Archäologe oder Historiker. Im Senckenberg Museum kam ich lange vor dem Jurassic-Hype ohne Führer aus.

Warum haben Sie sich für Ihren Beruf entschieden?
Aufgrund einer Stärken-Schwächen-Analyse und weil es sich so ergeben hat. Im Arbeitsrecht wie im HR-Bereich kann ich meine Stärken und Vorlieben gut ausleben.

An meinem Beruf fasziniert mich/mag ich besonders ...
... die Abwechslung – ständig neue Themen, Herausforderungen, Entwicklungen und Partner. Lebenslanges Lernen en passant garantiert und nie langweilig!

Wenn ich an meine ersten Berufsjahre denke ...
... die waren hart, aber sehr lehrreich: In kaltem Wasser lernt man gut Schwimmen. Aber ich hatte Chefs und Kollegen, von denen ich viel lernte und mit denen ich persönlich gut konnte.

Welcher Rat hat Ihnen auf Ihrem beruflichen Weg am meisten genützt?
Sei fair und sachlich, interessiert an Aufbau und Erhalt langfristiger Beziehungen und arbeite genau, zügig und kundenorientiert. Und: Behandle andere so, wie Du selbst behandelt werden möchtest.

Welche (sozialen) Netzwerke nutzen Sie?
Verschiedene arbeitsrechtliche bzw. HR-Berufsverbände und Interessengruppen (Arbeitgeberband, Arbeitsgerichtsverband, DGfP, Management Meetings). Social Media betreffend: Xing. Grundsätzlich lieber Face-to-face als Facebook.

Welche berufliche Entscheidung würden Sie rückwirkend anders treffen?
Bis heute wohl keine – wie das später in Retrospektive aussieht, wird sich erweisen.

Arbeitnehmer sind dann gut, wenn ...
... Kompetenz, Engagement und Leidenschaft für die Sache sowie die Organisation zusammentreffen und die Organisation sie nicht „abwürgt“, sondern sich entfalten lässt und fördert.

Was war Ihre schwerste Entscheidung als Personaler?
1. Als Projektleiter zwei Betriebe stillzulegen, während mein Vater sehr schwer erkrankt war aber Gott sei Dank überlebte.
2. Den HR-Bereich einer Greenfield Reifenfabrik in Moskau aufzubauen.

Welche Themen sind für Sie die wichtigsten der nächsten zwölf Monate?
Den Geschäftsbereich für die harte globale Konkurrenz langfristig zukunftsfähig aufzustellen. Die richtigen Fachkräfte für meinen Geschäftsbereich zu finden und halten. Den demografischen Wandel gut vorzubereiten.

Arbeit bedeutet mir ...
... meine Stärken ausleben zu dürfen, Anerkennung, interessante Kontakte, meistens Spaß und selbstverständlich Sicherung der wirtschaftlichen Unabhängigkeit.

Was fällt Ihnen zu „Arbeit und Arbeitsrecht“ ein?
Durch einen Autoren-Betriebsübergang bin ich 2003 zufällig zu AuA gekommen, geblieben und die langjährige Zusammenarbeit macht Spaß und hat sich bewährt.

Was lesen Sie in AuA zuerst?
Das Inhaltsverzeichnis natürlich – um zu sehen, was diesmal am interessantesten für mich ist.

Welche Rituale pflegen Sie?
Die Meetings meines Rotary-Clubs zu besuchen und an sozialen Projekten mitzuarbeiten. Nicht ständig erreichbar zu sein – auch ohne aktuell diskutierte Verordnung bzw. Gesetz. Zeit für Familie und Freunde zu haben, wenn man gebraucht wird.

Mit wem würden Sie gerne mal ein Bier trinken?
Nelson Mandela.

Wohin würden Sie gerne einmal reisen?
In Südengland und am Bodensee mache ich gern Urlaub und kann gut entspannen.

Welches ist Ihr Lieblingsbuch?
Früher habe ich wesentlich mehr privat gelesen. Geschichts-/Archäologiebücher wecken immer noch meine Begeisterung, wenn ich Zeit habe. Und beruflich natürlich die üblichen Verdächtigen: Fitting, Erfurter, HWK, Schaub & Co.

Ihre größte Leidenschaft ist ...?
... beruflich vermutlich das Schreiben, woran AuA eine erhebliche Mitschuld trägt; Sachen voranbringen und sich sozial zu engagieren für eine bessere Welt.

Verraten Sie uns Ihr Lebensmotto?
Ein rotarisches Motto finde ich gut: Service above self.

Vita: Volker Stück arbeitete drei Jahre bei Arbeitgeberverbänden in Kassel in der arbeits-/sozialrechtlichen Beratung. Von dort wechselte er in verantwortliche Personalfunktionen, u. a. als Leiter Personalbetreuung/-entwicklung bei der Continental AG, Werk Korbach; HR Director bei Continental Tires of Moscow, Moskau, sowie HR Partner & Employee/Industrial Relation Manager bei der IBM Deutschland GmbH in Stuttgart, Frankfurt und Meckenheim. Aktuell ist er Leiter Personal und Compliance Beauftragter der ABB AG, Sparte Hochspannungstechnik, in Hanau. Er ist seit 1997 Anwalt und als Autor und Referent tätig.

Redaktion (allg.)

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