Zwanzig Fragen an Wiebke Köhler

1108
 Wiebke Köhler - Vorstand Personal, AXA Konzern AG, Köln
Wiebke Köhler - Vorstand Personal, AXA Konzern AG, Köln

Was und wo haben Sie gelernt?
Lernen tut man ständig und überall, das hört nicht auf. In den Anfängen meiner Karriere habe ich sehr viel funktionales Wissen erlernt, im Laufe der Jahre zusätzlich diverse Führungskompetenzen, politisches Gespür und Stakeholder-Management.

Wären Sie nicht Kauffrau/Personalerin geworden, was dann?
Chirurgin oder Pilotin.

Warum haben Sie sich für Ihren Beruf entschieden?
Vor allem wegen des hohen Tempos, der Internationalität und der analytisch-konzeptionellen Arbeit, der Entwicklung und Umsetzung von Strategien und nicht zuletzt auch wegen der Möglichkeit, aktiv die Geschäftsaktivitäten eines Unternehmens zu gestalten.

An meinem Beruf fasziniert mich/mag ich besonders ...
… die Kombination von strategischer und operativer Arbeit, von nationalen und internationalen Kontakten und die Möglichkeit, sowohl im Team als auch alleine viel zu erreichen. Besonders reizvoll finde ich die Herausforderung, die Vielfalt der Themen in einer zunehmend komplexeren Welt – Stichwort VUCA – zu meistern.

Wenn ich an meine ersten Berufsjahre denke, ...
… bin ich dankbar für die steile Lernkurve, die ich in der Beratung durchlaufen konnte und die mich in wenigen Jahren mit einer Vielzahl von Fragestellungen in Kontakt gebracht hat.

Welcher Rat hat Ihnen auf Ihrem beruflichen Weg am meisten genützt?
Dinge kritisch zu hinterfragen, einen holistischen Blick auf das große Ganze zu behalten und mutig Entscheidungen zu treffen.

Welche (sozialen) Netzwerke nutzen Sie?
Linkedin, Xing, Facebook.

Welche berufliche Entscheidung würden Sie rückwirkend anders treffen?
Aus heutiger Perspektive kann ich sagen: tatsächlich keine.

Arbeitnehmer sind dann gut, wenn ...
… sie bei und von ihrer Arbeit begeistert sind. Begeisterung ist ein Treiber für eine hohe Identifikation mit dem Job, für Zufriedenheit mit sich selbst und der Welt sowie für Einsatzbereitschaft und Qualität der eigenen Arbeit.

Was war Ihre beruflich schwerste Entscheidung?
Alles im Leben hat seine Zeit. Wenn eine bestimmte Phase zu Ende ist, die eigene Lernkurve flach wird, tut man gut daran, dieses zu erkennen und zu neuen Ufern aufzubrechen – auch wenn man hochgeschätzte Kollegen verliert. Das habe ich bisher bei jedem Wechsel bedauert.

Welche Themen sind für Sie die wichtigsten der nächsten zwölf Monate?
Kulturwandel, strategische Personalplanung, Talent Management und Entwicklung von HR 4.0

Arbeit bedeutet mir ...
… sehr viel. Ich mag meinen Job, weil er mich Begeistert und mir die Möglichkeit gibt, zu lernen und zu gestalten.

Was fällt Ihnen zu Arbeit und Arbeitsrecht ein?
Das eine geht ohne das andere nicht.

Was lesen Sie in AuA zuerst?
Die Inhaltsübersicht.

Welche Rituale pflegen Sie?
Rituale sind nicht so meins. Ich bin eher spontan und lasse mich gerne überraschen, was jeder Tag so Neues bringt.

Mit wem würden Sie gerne mal ein Bier/ ein Glas Wein trinken?
Mit Aksel Lund Svindal, dem norwegischen, mehrfachen Olympiasieger in der Ski-Abfahrt.

Wohin würden Sie gerne einmal reisen?
Ich habe schon viele Länder auf der Welt gesehen, die mich inspiriert haben. Meinen persönlichen Lieblingsplatzhabe ich auf Mallorca gefunden. Dort würde ich gerne mehr Zeit verbringen.

Welches ist Ihr Lieblingsbuch?
Der Schatten des Windes von Carlos Ruiz Zafon.

Ihre größte Leidenschaft ist ...
… Fliegen, Lesen, Skifahren, Triathlon.

Verraten Sie uns Ihr Lebensmotto?
Einfach mal machen!

 

 

Vita: Jahrgang 1971, geboren in Bremen. Fünf Jahre Strategieberatung bei Roland Berger Strategy Consultants, danach drei Jahre Vice President Marketing & CRM bei Swiss International Air Lines und im Anschluss sechs Jahre Associate Principal in Marketing& Sales Practice Group bei McKinsey & Company. Danach sieben Jahre Executive Search bei Egon Zehnder sowie Heidrick & Struggles als Partnerin zuständig für den Versicherungsmarkt.

Redaktion (allg.)

◂ Heft-Navigation ▸

Artikel Zwanzig Fragen an Wiebke Köhler
Seite 428
Frei
Bild Teaser
Body Teil 1

Was und wo haben Sie gelernt?
Studium der Rechtswissenschaften und Referendariat mit Schwerpunkt Arbeitsrecht in Hamburg.

Wären Sie nicht

Frei
Bild Teaser
Body Teil 1

Was und wo haben Sie gelernt?
Verlagskauffrau im wissenschaftlichen Springer-Verlag, Rechtswissenschaft an der FU Berlin und MBA in Bled, Slowenien.

Frei
Bild Teaser
Body Teil 1

Was und wo haben Sie gelernt?
Nicht aufzugeben, was auch passiert. Wo: im Leben und mit den beteiligten Personen.

Wären Sie nicht Betriebswirt geworden

Frei
Bild Teaser
Body Teil 1

Was und wo haben Sie gelernt?
Rechtswissenschaften in Heidelberg und Mainz. Das Lernen meines Berufs fand aber eher später in der Praxis statt.

Wären

Frei
Bild Teaser
Body Teil 1

Was und wo haben Sie gelernt?
Rechtswissenschaften an den Universitäten Saarbrücken und Bonn.

Wären Sie nicht Arbeitsrechtler geworden, was dann?

Frei
Bild Teaser
Body Teil 1

as und wo haben Sie gelernt?
Jura in Tübingen – und jede Menge fürs Leben bei den verschiedenen beruflichen Stationen.

Wären Sie nicht Arbeitsrechtler