Mitarbeiterbindung: Arbeitnehmer wissen, was sie wollen
In vielen Branchen und Betrieben fehlen weiterhin qualifizierte Fachkräfte. Wie begegnen Unternehmen diesem Problem? Welche Maßnahmen sehen sie hinsichtlich Mitarbeiterbindung und -führung vor? Führungskräfte sind oft planlos und erkennen die wichtige Rolle der sog. Employee Experience im Kampf um die besten Arbeitnehmer nicht, wie eine Studie des HR-Softwareanbieters Cegid in Zusammenarbeit mit dem Marktforschungsinstitut Appinio zeigt.
Fehlende finanzielle Mittel
Die Ergebnisse zeigen, dass 14 % der Führungskräfte keine Notwendigkeit sehen, die Mitarbeitererfahrung zu verbessern. Von den 42 %, die Änderungen vornehmen wollen, stehen 13 % nicht ausreichend finanzielle Mittel zur Verfügung und fast einem Drittel fehlen Anreize und konkrete Pläne zur Umsetzung.
Für die Hälfte der Führungskräfte ab 45 Jahren stellt die Wiedereingliederung von Mitarbeitern, die aus der Elternzeit kommen, einen zentralen Punkt ihrer HR-Strategie dar. Jüngere Führungskräfte wollen Mitarbeiter mit anderen Mitteln halten und gewinnen. Hier setzen über zwei Drittel auf Weiterbildung und 59 % gehen auf gestiegene Gehaltsvorstellungen ein.
Arbeitnehmer haben konkrete Vorstellungen
Den oftmals planlosen Führungskräften stehen Arbeitnehmer gegenüber, die ihre Anforderungen genau benennen können: Homeoffice und flexible Arbeitszeiten sind längst kein bloßes „Nice-to-have“ mehr. Für knapp ein Drittel der Frauen und sogar 42 % der Männer sind diese Faktoren ausschlaggebend. Zudem fordern mit 42 % insbesondere Beschäftigte mit Hochschulabschluss die Möglichkeit, von zu Hause arbeiten zu können. Bei Nichtakademikern sind es dagegen nur 14 %.
